Psychische Gesundheit von Kindern und Social Media eng verknüpft

by | Jun 18, 2024

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Eine Umfrage unter 150 Kinderärzten in den USA zeigt: 78 Prozent halten soziale Medien für eines der wichtigsten Themen im Zusammenhang mit der psychischen Gesundheit von Kindern – positiv wie negativ.

Die amerikanische SSCG Media Group hat auf einem Fachkräftepanel 150 Kinderärzte zu den Auswirkungen sozialer Medien auf die psychische Gesundheit von Kindern befragt. Demnach ist für 78 Prozent der Mediziner das Thema Social Media in diesem Zusammenhang eines der wichtigsten. Sie würden mittlerweile einige Risiken beobachten, wobei Fragen rund um das eigene Körperbild der Kinder, Cybermobbing, Depressionen und Angstzustände zu den größten Risiken gehören, sagen die Kinderärzte. Besonders stark gefährdet seien Kinder zwischen neun und zwölf Jahren.

„Unsere Umfrageergebnisse verdeutlichen den tiefgreifenden Einfluss der sozialen Medien auf die psychische Gesundheit von Kindern”, sagte Debbie Renner, CEO der SSCG Media Group. “Kinderärzte erleben dies in ihren Praxen aus erster Hand und sind besorgt über die möglichen negativen Auswirkungen der sozialen Medien auf das Wohlbefinden der Kinder.”

Allerdings ist an den sozialen Medien auch nicht alles schlecht, zeigen die Umfrageergebnisse. Social Media kann Kindern auch ein Gefühl von Gemeinschaft und Verbundenheit vermitteln und ihnen helfen, sich weniger isoliert zu führen – gerade bei Kindern, die an einer Krankheit leiden, sagen die befragten Kinderärzte. Und weil soziale Medien eben ein solch zweischneidiges Schwer für die psychische Gesundheit der Kinder sind, sei es wichtig, dass Eltern sich über die Risiken und die Vorteile bewusst sind und für einen gesunden Umgang sorgen, betont Renner.

Social Media kontrollieren

Denn die Umfrageergebnisse deuten darauf hin, dass es möglich ist, die psychische Gesundheit von Kindern durch frühzeitiges Eingreifen zu optimieren. Laut der Umfrage ist eine deutliche Mehrheit (91 Prozent) der Kinderärzte zudem der Meinung, dass sie ihren Einfluss als Gesundheitsfachleute nutzen sollten, um Eltern über die Auswirkungen der sozialen Medien auf die psychische Gesundheit aufzuklären.

„Kinderärzte können eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, den Eltern zu helfen, die Auswirkungen der sozialen Medien auf die psychische Gesundheit ihrer Kinder zu verstehen”, glaubt auch Renner. „Indem sie als Verbündete zusammenarbeiten, können Eltern und Kinderärzte Kindern helfen, gesunde Gewohnheiten zu entwickeln und soziale Medien auf positive Weise zu nutzen.”

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Gemüsekohl für die Gesundheit

Forscher des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau haben jene Kohlsorten identifiziert, die besonders wertvolle Pflanzenstoffe für den Menschen beinhalten. Wie die sich auf die Gesundheit auswirken, wird nun in einer Interventionsstudie untersucht.

Grün und vielfältig sollte sie sein, unsere Ernährung. Und einem Gemüse kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: Gemüsekohl. Am Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) gibt es mit dem Projekt SharpGreens sogar ein eigenes Forschungsprojekt, das jetzt in die zweite Phase startet. Die wissenschaftliche Fragestellung: Wie beeinflusst eine vielfältige Ernährung reich an Gemüsekohl die Gesundheit? Die humane Interventionsstudie wird gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Freiburg umgesetzt. Erforscht werden sollen vor allem die Auswirkungen auf die Immunfunktionen und das Darmmikrobiom.
Der Interventionsstudie ist eine intensive erste Projektphase vorangegangen, für die am IGZ in den vergangenen 30 Jahre eine umfassende Analytikplattform für sekundäre Pflanzenstoffe und ihre Abbauprodukte entwickelt wurde. Im Fall des Gemüsekohls geht es um die sogenannten Glucosinolate, die beim Verzehr enzymatisch zu gesundheitsfördernden Abbauprodukten, den Isothiocyanaten, umgewandelt werden können. Diese Substanzen haben entzündungshemmende, antikanzerogene und antimikrobielle Eigenschaften. Bisher wurden mehr als 100 verschiedene Glucosinolate in Pflanzen identifiziert, wobei die Wirksamkeit ihrer Abbauprodukte stark variieren kann.
Über 300 Kohlsorten kultiviert
Im Rahmen des Projekts SharpGreens kultivierte das Team von Projektleiterin Dr. Katja Witzel im letzten Jahr 300 Genbank- und 17 kommerzielle Kohlsorten am IGZ und analysierte die Glucosinolat-Gehalte und Abbauprodukte. Dabei wurden 24 Kohlsorten mit verbesserten Glucosinolat-Gehalten und gewünschten -Abbauprofilen identifiziert. Diese stammen aus verschiedenen Regionen, darunter Kohlrabi aus der ehemaligen DDR, Blumenkohl-Sorten aus Italien, Weißkohl aus Japan und Spanien, Grünkohl aus Schweden und bulgarischer Rotkohl. Zur weiteren Aufklärung des enzymatischen Glucosinolat-Abbaus wurde das Proteom aller Kohlsorten am IGZ analysiert und ergänzend dazu eine genomweite Assoziationsstudie vom Projektpartner Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) durchgeführt.
In der nun gestarteten zweiten Projektphase werden die ausgewählten Kohlsorten in der Interventionsstudie am Universitätsklinikum Freiburg unter der Leitung von Prof. Dr. Evelyn Lamy eingesetzt. Es wird untersucht, ob der Verzehr einer vielfältigeren Gemüsekohl-Diät die Gesundheit beeinflusst und ob diese Effekte auf den hohen Gehalt an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen oder die Pflanzenvielfalt zurückzuführen sind. Die Probanden erhalten dafür in einem randomisierten Crossover-Versuch vier verschiedene Gemüsekohl-Diäten, die aus gefriergetrockneten Kohlpflanzen am IGZ hergestellt werden und definierte Mengen an bioaktiven Substanzen enthalten. Außerdem wird der Einfluss der Vielfalt an Gemüsekohl in der Ernährung auf die Zusammensetzung des Darmmikrobioms untersucht.
Bewusstsein für Vielfalt fördern
Die Forschungsergebnisse sollen anschließend über verschiedene Formate wie Kochevents, Feldführungen und Ausstellungen an die Öffentlichkeit kommuniziert werden. Ziel ist es, das Bewusstsein für den Erhalt der Artenvielfalt in der Landwirtschafft sowie eine vielfältige pflanzenbasierte Ernährung zu fördern. Unterstützt werden die Forscher dabei von proWissen Potsdam e.V. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert SharpGreens im Rahmen der Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt (FEdA) und der Richtlinie zur Erforschung der Zusammenhänge zwischen Biodiversität und menschlicher Gesundheit (BiodivGesundheit2) mit 1,1 Millionen Euro für einen Zeitraum von drei Jahren.

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