Präqualifizierung für Apotheken bald vorbei

by | Jan 22, 2024

Anhoren

Teilen

Der Deutsche Apothekerverband (DAV) und der GKV-Spitzenverband  erzielen Einigung, um das Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz umsetzen zu können.

 

Es ist eines dieser Gesetze mit sperrigen Namen: Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (ALBVVG), das im Juli 2023 verabschiedet wurde. Dort ist unter anderem auch der Wegfall des Präqualifizierungsverfahrens für apothekenübliche Hilfsmittel geregelt. Und dieser Wegfall rückte nun näher, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) bekannt gab. Bereits am Freitag hätten sich der Deutsche Apothekerverband (DAV) sowie der GKV-Spitzenverband unter anderem darauf geeinigt, welche Hilfsmittel „apothekenüblich“ seien.

Der DAV-Vorsitzende Dr. Hans-Peter Hubmann dazu: „Wir freuen uns sehr, dass wir noch vor Ablauf der Verhandlungsfrist und ohne Einbeziehung der Schiedsstelle eine wirklich gute Lösung für die Apotheken aushandeln konnten.“ Dies sei ein Erfolg der Selbstverwaltung. Nun müssen noch die Gremien beider Verbände dem Verhandlungsergebnis zustimmen. Auch deshalb könnten noch keine weiteren Details der Verhandlungslösungen mitgeteilt werden, sagt Hubmann.

Auch ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening ist sehr erfreut über die daraus resultierenden Erleichterungen für die Apothekenteams: „Die Apotheken stehen unter einem unheimlichen wirtschaftlichen Druck. Hinzu kommt die belastende und anstrengende Lieferengpass-Krise – gepaart mit dem Fachkräftemangel bringen unnötige, bürokratische Verfahren die Apothekenteams oft an ihre Grenzen.“

Darüber hinaus werde die ABDA auch in den kommenden Monaten weiter für den Berufsstand der Apotheker kämpfen, betonte Overwiening: „Wie alle anderen Leistungserbringer haben auch wir das Recht auf einen Inflationsausgleich und eine damit verbundene, deutliche Honoraranpassung. Außerdem können wir es nicht zulassen, dass das Bundesgesundheitsministerium mit seinen Plänen durchkommt, die die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten sofort und spürbar ausdünnen würden.”

Das könnte Sie auch interessieren