Mit allerhand Superlativen präsentiert Oracle Health eine „von Grund auf neu entwickelte“ elektronische Patientenakte Kunden und Partner in den USA.
Es sei die nächste Generation der elektronischen Patientenakte und darauf ausgelegt, KI in den gesamten klinischen Arbeitsablauf einzubinden, um Prozesse voll zu automatisieren. Ach ja, und sie kombiniere hohe Leistung mit „militärischer Sicherheit“. An Superlative mangelt es bei der Präsentation auf dem Oracle Health Summit nicht. Dort stellte Oracle Health, Namensnachfolger von Cerner, Kunden und Partnern seine „Next-Gen-EHR“ vor.
Die neue elektronische Patientenakte hat Orcale Health nach eigenen Angaben „von Grund auf neu entwickelt“ – auch, weil die EHR als eine der wichtigsten und am weitesten verbreiteten Technologien im Gesundheitswesen nicht gehalten hat, was versprochen wurde, betont Seema Verma, Executive Vice President und General Manager bei Orcale Health: „Die meisten EHRs wurden in den 90er Jahren entwickelt und sind nicht in der Lage, die komplexen Sicherheitsanforderungen und klinischen Bedürfnisse der heutigen Gesundheitsnetzwerke, Ärzte und Patienten zu erfüllen. Aus diesem Grund erfinden wir die EHR völlig neu.“ Ferner betont sie ganz bescheiden, dass die neue Patientenakte von Oracle Health mehr sei als ein Assistent oder eine Dokumentationshilfe: „Sie ist der beste Assistenzarzt des Arztes, der produktivste Analytiker der Verwaltung und der effizienteste Partner des Kostenträgers bei der Überprüfung und Genehmigung von Behandlung und Bezahlung.“
Dafür sorgen sollen die neusten Cloud- und KI-Technologien. Vor allem letzterer soll die EHRs mit der nötigen Intelligenz ausstatten, um das nächste Level der Gesundheitsversorgung einleiten zu können. Auch sprachgesteuerte Navigation oder multimodale Suchen sind Teil der neuen EHR.
Die aktuelle Präsentation ist bisher zwar nur eine „Vorschau“ auf das, was kommen kann und soll. Ein Early-Adopter-Programm soll aber tatsächlich schon im kommenden Jahr für Kliniken verfügbar sein.



