Österreich startet Digital Health Initiative

von | Juni 17, 2026

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Mit Digital Health Austria wollen die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft, die Austria Wirtschaftsservice und die Ludwig Boltzmann Gesellschaft digitale Gesundheitsinnovationen schneller in die Anwendung bringen. 

 

In Österreich wird im Rahmen einer Industriestrategie der Bundesregierung ein Fokus Innovations- und Forschungspolitik gesetzt. Und diesen Fokus wollen die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), die Austria Wirtschaftsservice (AWS) und die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) nun um Digital Health erweitert. Mit ihrer gemeinsamen Initiative „Digital Health Austria – Innovationen für das Gesundheitssystem von morgen“ wollen die drei Akteure digitale Gesundheitsinnovationen schneller in die Anwendung bringen.

„Die Zukunft der Gesundheitsversorgung entscheidet sich zunehmend daran, wie gut wir digitale Innovationen in die reale Versorgung bringen“, sagt Henrietta Egerth, Co-Geschäftsführerin der FFG und ihre Kollegin Karin Tausz ergänzt: „Mit Digital Health Austria setzen wir einen wichtigen Impuls im Rahmen der Industriestrategie der Bundesregierung sowie ihrer innovations- und forschungspolitischen Zielsetzungen. Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass aus Forschung wirksame Lösungen für Menschen und das Gesundheitssystem werden.“ Dabei gehe es nicht um isolierte Technologieentwicklungen, sondern um Projekte mit echter Systemwirkung.

Daher hat die Initiative auch den konkreten Nutzen für Patientinnen und Patienten im Blick und hat es sich zum Ziel gemacht, reale Herausforderungen im Gesundheitssystem zu adressieren – etwa demografischer Wandel, steigende Anforderungen an die Versorgung, regionale Versorgungslücken oder die bessere Nutzung von Gesundheitsdaten.

Die Idee: Ein Förderökosystem

Digital Health Austria verbindet Forschungsförderung mit interorganisationalem Lernen. Durch frühzeitige Einbindung von gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure sowie verschiedener Begleitmaßnahmen wollen FFG, AWS und LBG erstmals ein kollaboratives Förderökosystem aufbauen. Die Initiative verbindet technologische Innovation mit Verwertungsperspektiven und gesellschaftlicher Wirkung und setzt neue Impulse für die österreichische FTI-Landschaft. Dabei sind dieBegleitmaßnahmen ein zentraler Bestandteil des neuen Förderansatzes: Sie sollen sicherstellen, dass vielversprechende Forschungs- und Innovationsprojekte nicht isoliert entwickelt werden, sondern frühzeitig mit Verwertungsfragen, gesellschaftlichen Bedarfen, relevanten Partnerinnen und Partner und konkreten Anwendungsperspektiven verbunden werden.

Die FFG verantwortet dabei die Forschungs- und Innovationsförderung, die AWS bringt ihre Expertise zu Verwertung, Skalierung und Innovationsschutz ein. Die LBG unterstützt insbesondere Co-Creation zwischen neuen Akteurskonstellationen, Open Innovation und gesellschaftlicher Wirkung.

Finanziert wird die Initiative aus Mitteln des Fonds Zukunft Österreich (FZÖ). Insgesamt stehen 13 Millionen Euro für Förderformate zur Verfügung. „Mit Digital Health Austria schaffen wir die Brücke zwischen Innovation und Anwendung. Gerade im Gesundheitsbereich braucht es gezielte Unterstützung bei Verwertung, Skalierung und Schutz von Innovationen, damit aus Ideen nachhaltiger Nutzen für die Gesellschaft entsteht“, erläutern die AWS-Geschäftsführer Gerfried Brunner und Bernhard Sagmeister.

Mit dem Kick-off der Initiative startet zugleich die erste Ausschreibung für großvolumige Leitprojekte im Bereich Digital Health. Gefördert werden inter- und transdisziplinäre Vorhaben, die digitale Innovationen mit konkreten Herausforderungen im Gesundheitssystem verbinden und Lösungen für die praktische Anwendung entwickeln. Schwerpunkte sind unter anderem KI- und datenbasierte Anwendungen, Interoperabilität und Gesundheitsdaten sowie Lösungen für strukturschwache Regionen, Gender Health und Diversität. Für diese Leitprojekte stehen 7,5 Millionen Euro zur Verfügung. Geplant ist die Förderung von bis zu drei Leitprojekten mit einem Fördervolumen von jeweils zwei bis drei Millionen Euro und einer Laufzeit von bis zu 24 Monaten.

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