Nurabot: Sieht so die Zukunft der Pflege aus?

von | Mai 20, 2025

In Taiwan wird der Nurabot gerade in Kliniken erprobt. Quelle: Nvidia

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Der taiwanesische Produktionsgigant Foxconn, Nvidia und Kawasaki Heavy Industries präsentieren mit dem Pflegeroboter Nurabot ihre Zukunftsvision für die Versorgung.

 

4,5 Millionen Pflegekräfte werden weltweit bis 2030 fehlen. Und wenn es nach dem in Taiwan ansässigen Foxconn-Konzern geht, wird die KI es richten. Gemeinsam mit Chip-Hersteller Nvidia und Kawasaki Heavy Industries hat Foxconn nun seinen kollaborativen Pflegeroboter Nurabot vorgestellt. Er soll zeitraubende und ermüdende Aufgaben erledigen – etwa Medikamente, Proben und essen im Krankenhaus transportieren – und so seine menschlichen Kollegen entlasten. Ferner soll der Roboter Vitalparameter überwachen, Patienten bei der Mobilität unterstützen sowie Patienten und Besucher begleiten können. Dafür wurde Nurabot mit hochauflösenden Kameras und Sensoren ausgestattet, um die Umgebung möglichst genau wahrnehmen zu können. Eine KI sorgt dafür, dass der Roboter lernt und sich im Laufe der Zeit an die spezifischen Bedürfnisse und Routinen des Patienten anpassen und so individuelle Unterstützung bieten kann.

Erprobt wird Nurabot gerade im Taichung Veterans General Hospital in Taiwan. Und von dort gibt es erstes positives Feedback. Pflegekräfte berichten von spürbaren Entlastungen und mehr Zeit für den Patientenkontakt. Das Krankenhaus geht davon aus, dass es bis Ende dieses Jahres Dutzende von Robotereinheiten zur Unterstützung seines Pflegeteams einsetzen wird.

30 Prozent Entlastung

Foxconn schätzt, dass Nurabot bei klinischen Anwendungen wie der Medikamentenabgabe, dem Transport von Proben und der Überwachung von Krankenstationen die Arbeitsbelastung des Pflegepersonals um bis zu 30 Prozent reduzieren kann.

Dass Nurabot so gut ankommt, mag daran liegen, dass es sich eben nicht nur ein „humanoider“, sondern um einen „kollaborativen“ Roboter handelt. Dafür verfolgt Foxconn auch einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem Nvidias sogenannte „Drei-Computer-Lösung“ zum Einsatz kommt. Vereinfacht ausgedrückt werden dafür zunächst große Sprachmodelle auf Supercomputern trainiert. Anschließend wird per digitalem Zwilling die Krankenhausumgebung simuliert, worüber Nurabot lernt, sich in den tatsächlichen Gebäuden zurechtzufinden. In den Kliniken selbst übernehmen dann ein Edge-Computing die KI-Ausführung der Roboter. Dahinter stecken wiederum Prozesse vom Honhai Super AI Computing Center, Taiwans größter Supercomputer, den Nvidia und Foxconn im vergangenen Jahr gemeinsam aufgebaut haben, sowie das hauseigene Sprachmodell Foxbrain, das speziell für die medizinische Kommunikation optimiert wurde.

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