Mega Deal für das 2021 gegründete KI-Startup Gensaic: Novo Nordisk zahlt 354 Millionen US-Dollar pro Zielmolekül für den Technologiezugang zu Tissue-Targeting.
Wenn ein großer Pharmakonzern wie Novo Nordisk 354 Millionen US-Dollar (rund 337 Millionen Euro) pro Zielmolekül zahlt, hat man als Startup einiges richtig gemacht. Entsprechend darf sich der KI-Spezialist Gensaic über das nun unterzeichnete Abkommen mit den Dänen freuen. Das in Cambridge ansässige Startup, das sich auf die Kartierung von Proteininteraktionen spezialisiert hat, mit denen bestimmt werden kann, wohin Moleküle im Körper gelangen, hat sich auf die Fahne geschrieben, die Präzisionsmedizin voranzubringen. Konkret soll das über das sogenannte Tissue-Targeting erfolgen, das die Verabreichung von Arzneimitteln an eine bestimmte Stelle oder Gruppe von Zellen im Körper ermöglicht.
Für Uli Stilz, Leiter des Bio Innovation Hub von Novo Nordisk, ein Bereich mit immenser Zukunftsmusik: „Tissue Targeting hat so viel Potenzial – sowohl im Hinblick auf die Modalitäten, die genutzt werden können, als auch auf die Krankheiten, die behandelt werden können. Die Technologie von Gensaic bietet einen neuartigen Ansatz mit der Möglichkeit, Liganden für das Tissue Targeting auf unvoreingenommene Weise zu testen.“ Bei Novo Nordisk ist man überzeugt, dass mit der Technologie von Gensaic sowohl schwierige Ziele erreicht, die Wirksamkeit erhöht, als auch mögliche Nebenwirkungen reduziert werden können.
Die 354 Millionen US-Dollar pro Zielmolekül, die Novo Gensaic zahlt, sollen in Form von Vorabzahlungen, Entwicklungs- und Vermarktungsmeilensteinen sowie gestaffelten Lizenzgebühren fließen und damit eine langfristige Zusammenarbeit begründen. Der dänische Arzneimittelhersteller hat sich außerdem bereit erklärt, die F&E-Kosten zu erstatten und sich an einer Finanzierungsrunde für Gensaic zu beteiligen.
Und auch Gensaic-CEO und Gründer Dr. Lavi Erisson sieht großes Potenzial in der Zusammenarbeit: „Novo Nordisk ist ein etablierter Marktführer im Bereich der kardiometabolischen Erkrankungen und hat bemerkenswerte Erfolge bei der Einführung neuer Therapien für Patienten vorzuweisen.“ Die Kombination der Gensaic-Technologie mit den therapeutischen und marktspezifischen Kenntnissen von Novo Nordisk eröffne somit neue Möglichkeiten. „Diese Zusammenarbeit unterstreicht das transformative Potenzial der Wissenschaft von Gensaic, beschleunigt die Entwicklung unserer innovativen Pipeline und unterstützt die weitere Verbesserung unserer Proteinmodellierungsfähigkeiten“, schaut Erisson positiv in die Zukunft.



