Novo-Kapitalmarkttag: Vision überzeugt Investoren nicht

von | Sep. 21, 2026

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Die Aktie des dänischen Pharmakonzerns Novo, der sein Nordisk mittlerweile gestrichen hat, bricht mit dem heutigen Kapitalmarkttag in London ein. Die Vision überzeugt Anleger nicht.  

 

 

Pharmakonzern Novo – mittlerweile ohne Nordisk unterwegs – lädt heute zum Kapitalmarkttag in London. Auf der Agenda: Unternehmensstrategie, Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte, Zukunftsaussichten und Erfolgsfaktoren. Und hier ist der Konzern eigentlich recht gut aufgestellt. Bis 2030 wollen die Dänen fünf weitere Multi-Blockbuster an den Markt gebracht haben, womit die Vertriebspipeline bis 2035 auf über 150 Milliarden dänische Kronen (umgerechnet etwa 20 Milliarden Euro) anwachsen soll. Das entspricht nicht nur rund der Hälfte des diesjährigen Umsatzes, der Konzern will seine Produktpipeline außerdem weiter diversifizieren. Neben fünf Phase-3-Programmen im Bereich Adipositas und Diabetes will man bis 2030 auch fünf weitere Phase-3-Programme in anderen Therapiebereichen lancieren.

Und doch scheinen die Investoren nicht zufrieden. Die Aktie gab mit Bekanntwerden der Meldung direkt um sechs Prozent nach – vielleicht auch deshalb, weil man bei Novo in puncto Zahlen sehr schwammig bleibt. Zwischen 2026 und 2030 wolle man ein Plus auf „vergleichbarem Niveau wie die Branchenkollegen“ erzielen. Die operative Marge solle „weitgehend stabil“ und die Dividende unverändert „attraktiv“ bleiben.

Wegovy-Erfolg reicht nicht

Aus Analystenkreise kommen Begründungen, warum Investoren Novo derzeit skeptisch beäugen. So sagte Sybank-Analyst Soren Lontoft Hansen gegenüber Reuters, dass es eine schwierige Aufgabe sei, den Markt davon zu überzeugen, dass das Unternehmen in wirklich guter Verfassung sei. Begründet hat es Hansen mit der Konkurrenz durch Eli Lilly sowie dem Patentablauf von Semaglutid zu Beginn des nächsten Jahrzehnts. Anleger schauen daher genau, ob und wie Novo seine Produktpipeline auffüllt.

Die Einführung von Wegovy in Tablettenform hat Anfang des Jahres noch einmal Auftrieb gegeben und der seit etwa einem Jahr an der Konzernspitze stehende Mike Doustdar hat bereits Kostenstraffungen sowie zielgerichtete Akquisitionen und Partnerschaften angekündigt. Allerdings müssen denen nun auch Taten folgen. Der Stopp der Studien zum experimentellen Herzmedikament Ziltivekimab waren sicherlich auch nicht hilfreich.

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