Noch viel Informationsbedarf rund um die ePA

von | Aug. 23, 2024

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Eine aktuelle Civey-Umfrage im Auftrag das AOK Bundesverbands zeigt: Bis zur „ePA für alle“ ist es noch ein weiter Weg. Aktuell gibt es vielmehr jede Menge Informationsbedarf.

Soll die elektronische Patientenakte ePA ein Erfolg werden, braucht es noch viel Informations- und Überzeugungsarbeit. Das zeigt nun eine repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag des AOK-Bundesverbands. Denn im Vergleich zu den Befragungsergebnissen im November 2023 sind jetzt knapp drei Prozent mehr Menschen „unschlüssig“, ob das sogenannte Opting-Out, also der aktive Widerspruch, eine gute Maßnahme ist. Insgesamt befürworten 61 Prozent die Regelung, knapp 20 Prozent lehnen sie ab. 15 Prozent sind unentschieden.

„Aktuell beginnen die elf AOKs damit, ihre 27 Millionen Versicherten mit persönlichen Anschreiben oder E-Mails über die Einrichtung ihrer persönlichen ePA zu informieren”, sagt die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes Dr. Carola Reimann. „Die verpflichtenden Schreiben sind für uns ein Anlass, die Menschen über die Vorteile der ePA und die umfassenden Regelungen zum Schutz ihrer sensiblen Gesundheitsdaten aufzuklären. Selbstverständlich weisen wir auch auf die Widerspruchs-Möglichkeit hin, die der Gesetzgeber vorgesehen hat”.

Großes Interesse an Funktionen

Dass die Kassen darüber hinaus noch deutlich mehr aufklären müssen, zeigt das insgesamt große Interessen der Befragten, wie und mit welchen Funktionen die ePA denn zu nutzen ist. 77 Prozent der Befragten Interesse daran, über ihre ePA künftig Gesundheitsdaten wie Arztbriefe oder Labordaten einzusehen. Knapp 13 Prozent haben daran kein Interesse. Bei Menschen, die sich besonders für neue digitale Anwendungen wie Apps auf dem Smartphone interessieren, liegt der Anteil der Interessierten sogar bei knapp 90 Prozent.

Ähnlich groß ist die Zustimmung zu der Aussage „Ich habe Interesse daran, über die elektronische Patientenakte Informationen zu verordneten Behandlungen und Medikamenten einzusehen.” Hier äußern sich 73 Prozent der Teilnehmenden positiv (bei den besonders digital affinen Befragten sogar 86 Prozent), 15 Prozent ablehnend und knapp zwölf Prozent sind unentschieden.

Partizipation nicht gewünscht

Die ePA auch selbst als „Speicher“ für Dokumente zu nutzen, scheint hingegen weniger ausgeprägt. Nur knapp 57 Prozent der Befragten äußern Interesse daran, künftig selbst Informationen in der ePA zu speichern und sie damit ihren Behandlern zugänglich zu machen. Rund ein Viertel äußert sich sogar ablehnend und knapp ein Fünftel (19 Prozent) ist unentschieden. Bei den Befragten, die sich nach eigener Auskunft besonders für neue digitale Anwendungen wie Smartphone-Apps interessieren, liegt die Zustimmungsrate für das Hochladen eigener Dokumente in der ePA immerhin bei 71 Prozent.

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