Niederländischer Pensionsfonds setzt auf Nachhaltigkeit

by | Feb 8, 2024

Anhoren

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Die Rentenzusagen für drei Millionen Niederländer, die im Gesundheits- und Sozialwesen tätig sind, werden ab sofort grüner.

 

Er ist der zweitgrößte Pensionsfonds der Niederlande. Der Pensioenfonds Zorg en Welzijn (PFZW) verwaltet die Rentenzusagen für drei Millionen Menschen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen. Konkret war das Ende 2023 ein Vermögen von 237,8 Milliarden Euro, mit dem der PFZW über seine Kapitalanlagen eine jährliche Rendite von 8,2 Prozent erwirtschaften konnte.

Bereits im Februar 2023 hat das Fondsmanagement die Geduld mit fossilen Energieunternehmen verloren. Damals trennte sich der Fonds von 78 Unternehmen, die nicht schnell genug umweltfreundlich wurden. 303 Millionen Euro erzielte man aus den Erlösen. Und es waren nicht die ersten: Bis 2022 seien bereits 114 fossile Unternehmen verkauft worden, hieß es im Februar. Allerdings war man da noch überzeugt: „Wenn wir alle fossilen Unternehmen sofort ausschließen würden, wären unsere Investitionen zwar nachhaltiger, aber die Welt würde dadurch nicht grüner werden.“

Keine glaubhafte Klimastrategie

Ein Jahr später sieht man die Situation nun anders. PFZW trennt sich von fast allen Beteiligungen an fossilen Brennstoffen. Auch Shell, BP und Total Energies werden verkauft, weil sie keine glaubwürdige Klimastrategie haben, heißt es vom Fondsmanagement. Insgesamt haben man Aktien von 310 Unternehmen für insgesamt 2,8 Milliarden Euro verkauft. Bei lediglich sieben Unternehmen glaube man noch an den Übergang zu einer nachhaltigen Energie.

„Intensive Gespräche mit der Branche haben deutlich gemacht, dass die meisten Unternehmen für fossile Brennstoffe nicht bereit sind, ihr Geschäftsmodell zu ändern”, sagte die PFZW-Vorsitzende Joanne Kellerman. Gleichzeitig betonte PFZW, dass die Investitionen in Unternehmen, die an der Energiewende arbeiten deutlich erhöht werden.

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