Newron Pharmaceuticals: Verluste im ersten Halbjahr gestiegen

von | Sep. 20, 2024

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Das italienische Biotech-Unternehmen Newron Pharmaceuticals muss für das erste Halbjahr 2024 höhere Verluste als im Vorjahreszeitraum vermelden. Dennoch sei das Unternehmen bis weit ins Jahr 2025 finanziert.

 

Die Halbjahreszahlen von Newron Pharmaceuticals zeigen: Der Biotech-Sektor ist nichts für Investoren mit schwachen Nerven. Der Halbjahresumsatz ist von 5,5 Millionen auf aktuell nur noch rund 3,4 Millionen Euro gefallen. Der Nettoverlust im ersten Halbjahr 2024 beläuft sich damit auf rund 9,5 Millionen Euro (1HJ 2023: 6,95 Millionen Euro). Auch der Verlust je Aktie beläuft sich damit aktuell 0,51 Euro (1HJ 2023: 0,39).

Dennoch bezeichnet CEO Stefan Weber das Halbjahr als arbeitsreich und spannend – vor allem mit Blick auf zwei positive klinische Meilensteine in der Entwicklung des Medikaments Evenamide – eine Zusatztherapie für Patienten mit behandlungsresistenter Schizophrenie, respektive chronischer Schizophrenie: „Wir sind davon überzeugt, dass unsere neue chemische Substanz Blockbuster-Potenzial hat und Patienten, die von den bestehenden Behandlungsmöglichkeiten nur unzureichend profitieren, einen enormen Nutzen bringen könnte.“ Newron prüfe derzeit mit Hilfe einer führenden Healthcare-Investmentbank potenzielle Partnerschaftsvereinbarungen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit, mit denen Evenamide in die klinische Entwicklung der Phase III für die potenzielle Behandlung von Patienten mit TRS gebracht werden soll.

Es seien bereits „mehrere Interessenbekundungen” eingegangen. Optionen seien regionale oder globale Lizenzen oder eine M&A-Transaktion. Newron Pharma rechnet mit einer Transaktion in den kommenden Monaten

Liquidität gesichert

Unabhängig von einer solchen Transaktion sei aber auch die Liquidität bis weit ins Jahr 2025 gesichert. Hierfür stünden 12,2 Millionen Euro zur Verfügung. Unter anderem gibt es eine Vereinbarung mit einem institutionellen Investor, der bis zu 2,05 Millionen neu ausgegebener Aktien zeichnen will. Konkret wurden bereit 750.000 Aktien zu einem Preis von 7,33 je Aktie gekauft, was einem Bruttoerlös von rund 5,5 Millionen Euro entspricht. Der Investor hatte ferner das Recht, bis spätestens 31. Januar 2025 die restlichen neu ausgegebenen Aktien zu zeichnen, was er ebenfalls bereits in Anspruch genommen hat. Der Erlös liegt hier bei 9,9 Millionen Euro. Die Mittel sollen vor allem in die Phase-III-Studie von Evenamide fließen, die bis Mitte nächsten Jahres beginnen soll.

Und auch die eigene Führungsriege habe das Engagement und das Vertrauen ins Unternehmen gestärkt. So hätten sowohl Verwaltungsratspräsident Dr. Ulrich Köstlin also auch CEO Stefan Weber im Juni 2024 Aktien über die SIX Swiss Exchange und Xetra gekauft.

Mit der wertsteigernden Transaktion rund um Evenamide und den Beginn der Phase-III-Studie blicke man insgesamt positiv in die nahe Zukunft. Daneben prüfe das Unternehmen auch weiterhin den Markt auf Möglichkeiten, die eigene ZNS-Pipeline zu erweitern.

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