Neues WHO-Kollaborationszentrum für KI in der Gesundheitspolitik

von | März 7, 2025

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Die WHO ernennt das Zentrum für digitale Ethik an der niederländischen TU Delft zum Kollaborationszentrum für KI in der Gesundheitspolitik.

 

Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, die Gesundheitsversorgung neu zu gestalten, Leben zu retten und das Wohlbefinden der Menschen zu verbessern, attestiert die Weltgesundheitsorganisation WHO. Allerdings sei eine enge Zusammenarbeit von Akteuren erforderlich, um diese Vorteile auch wirklich zu nutzen. Eine solide Governance, ethische Garantien sowie eine evidenzbasierte Politik seien elementar.

Um das zu gewährleisten, wird das Zentrum für digitale Ethik an der Technischen Universität Delft in den Niederlanden ab sofort ein WHO-Kollaborationszentrum für KI in der Gesundheitspolitik.

„Die WHO hat sich verpflichtet, die Mitgliedstaaten bei der Planung, Steuerung und Einführung verantwortungsvoller KI-Technologien zu unterstützen“, sagte Dr. Alain Labrique, Direktor für digitale Gesundheit und Innovation bei der WHO. „Um sicherzustellen, dass Vorteile der KI alle Menschen auf ethisch vertretbare, sichere und gerechte Weise erreichen, sind wir auf starke technische und akademische Partnerschaften angewiesen, die uns in diesem sich rasch entwickelnden Bereich leiten.“

WHO würdigt Historie der TU Delft

Für das Zentrum für Digitale Ethik in Delft habe man sich auch aufgrund seiner jahrzehntelangen Geschichte entschieden. Hier finde Spitzenforschung zu verantwortungsvoller Innovation statt und die Wissenschaftler seien sich ihrer führenden Rolle in puncto ethischer Werte bei den Designanforderungen für digitale Technologien bewusst. Ferner sei die Ernennung zum Kollaborationszentrum die Fortsetzung einer starken Partnerschaft zwischen dem Zentrum für digitale Ethik und der WHO, die in der Vergangenheit gemeinsam internationale Konsultationen, Workshops und die Entwicklung von normativen Leitlinien und Schulungen organisiert haben.

Als Kollaborationszentrum für KI im Dienste der Gesundheit wird die TU Delft einen wichtigen Beitrag zu den Bemühungen der WHO leisten, den ethischen und verantwortungsvollen Einsatz von KI im Dienste der Gesundheit zu gewährleisten, indem es die Forschung zu vorrangigen Themen vorantreibt und Expertenbeiträge für die Entwicklung von Leitlinien und die Politikgestaltung der WHO liefert. Das Zentrum wird als Drehscheibe für die Ausbildung und das Eintreten für wissenschaftlich fundierte Forschung dienen und den Wissensaustausch und die Ausbildung durch Workshops auf regionaler und Länderebene erleichtern.

Innovation braucht Leitlinien

„Wir sind einer der Vorreiter bei der Operationalisierung ethischer Werte in Designanforderungen für digitale Technologien wie künstliche Intelligenz“, betont auch Professor Jeroen van den Hoven, wissenschaftlicher Direktor des Delft Digital Ethics Centre. „Wir freuen uns darauf, einen Beitrag zur globalen Gesundheitsgemeinschaft zu leisten und den verantwortungsvollen Einsatz von KI im Gesundheitswesen voranzutreiben.“

Das Responsible and Ethical AI for Healthcare Lab, eine Zusammenarbeit zwischen der Technischen Universität Delft und ihren Partnern, wird wertvolle Einblicke in die Herausforderungen bei der erfolgreichen Umsetzung der WHO-Leitlinien in der klinischen Praxis geben. „Die Ernennung des Zentrums für digitale Ethik an der Technischen Universität Delft zum WHO-Kollaborationszentrum stärkt unsere gemeinsame Fähigkeit, sicherzustellen, dass KI der öffentlichen Gesundheit auf gerechte und verantwortungsvolle Weise dient“, sagt Dr. David Novillo-Ortiz, Regionalberater und Referatsleiter für Daten, Evidenz und digitale Gesundheit beim WHO-Regionalbüro für Europa. Die Zusammenarbeit werde eine entscheidende Rolle dabei spielen, die Mitgliedstaaten bei der Bewältigung der Chancen und Herausforderungen der KI zu unterstützen und Vertrauen, Transparenz und Innovation in der digitalen Gesundheit zu fördern.

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