Neues KI-Super-Startup

by | Jul 9, 2024

Anhoren

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Arianna Huffington und Sam Altman bündeln ihre Expertise und finanziellen Ressourcen, um ein neues, auf Gesunderhaltung ausgerichtetes KI-Startup zu gründen.

 

Die Liste der involvierten Personen liest sich ein wenig wie das Who-is-Who der US-Unternehmer- und Tech-Welt. Huffington Post Gründerin Arianna Huffington und OpenAI CEO Sam Altman sind die Köpfe und Finanziers hinter dem neuen Startup Thrive AI Health, das dann auch noch von DeCarlos Love als CEO zum Erfolg gemacht werden soll.

Worum es geht: Thrive AI Health soll eine Art KI-basierten Gesundheitscoach entwickeln, der Menschen dabei hilft, ein besseres und gesünderes Leben zu leben. Personalisierte Empfehlungen gibt es beispielsweise fürs Schlafen, Essen, die Fitness, den Umgang mit Stress und zwischenmenschlichen Beziehungen. Hinter der Neugründung stehen Thrive Global, Huffingtons Unternehmen für mentale Gesundheit, und Altmans Open AI Startup Fund. DeCarlos Love kommt von der Google-Tochter Fitbit und hat damit nicht nur Erfahrung im Gesundheitswesen, sondern vor allem auch mit Wearables und Datentracking. Zudem ist als strategische Investorin die Walmart-Mitbegründerin Helen Walton mit ihrer die Alice L. Walton Foundation sowie der Alice L. Walton School of Medicine als erster Partner von Thrive AI Health mit an Bord.

In einer Kolumne vom Sonntag auf der Online-Präsenz des Time Magazine schreiben Huffington und Altman: „Ja, Verhaltensänderungen sind schwierig. Aber durch die Hyper-Personalisierung ist es auch etwas, das die KI in einzigartiger Weise lösen kann.“ Demnach soll der KI-Gesundheitscoach künftig sowohl als mobile Anwendung als auch innerhalb des Produktportfolios von Thrive Global zu Verfügung stehen. „Ausgebildet“ werden soll die KI auf Basis wissenschaftlicher Forschungs- und medizinischer Daten. Sie soll in Echtzeit aus dem Verhalten der Nutzer lernen und diese dann mit gesundheitsbezogenen Vorschlägen in die richtige Richtung „schubsen.“

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Gemüsekohl für die Gesundheit

Forscher des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau haben jene Kohlsorten identifiziert, die besonders wertvolle Pflanzenstoffe für den Menschen beinhalten. Wie die sich auf die Gesundheit auswirken, wird nun in einer Interventionsstudie untersucht.

Grün und vielfältig sollte sie sein, unsere Ernährung. Und einem Gemüse kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: Gemüsekohl. Am Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) gibt es mit dem Projekt SharpGreens sogar ein eigenes Forschungsprojekt, das jetzt in die zweite Phase startet. Die wissenschaftliche Fragestellung: Wie beeinflusst eine vielfältige Ernährung reich an Gemüsekohl die Gesundheit? Die humane Interventionsstudie wird gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Freiburg umgesetzt. Erforscht werden sollen vor allem die Auswirkungen auf die Immunfunktionen und das Darmmikrobiom.
Der Interventionsstudie ist eine intensive erste Projektphase vorangegangen, für die am IGZ in den vergangenen 30 Jahre eine umfassende Analytikplattform für sekundäre Pflanzenstoffe und ihre Abbauprodukte entwickelt wurde. Im Fall des Gemüsekohls geht es um die sogenannten Glucosinolate, die beim Verzehr enzymatisch zu gesundheitsfördernden Abbauprodukten, den Isothiocyanaten, umgewandelt werden können. Diese Substanzen haben entzündungshemmende, antikanzerogene und antimikrobielle Eigenschaften. Bisher wurden mehr als 100 verschiedene Glucosinolate in Pflanzen identifiziert, wobei die Wirksamkeit ihrer Abbauprodukte stark variieren kann.
Über 300 Kohlsorten kultiviert
Im Rahmen des Projekts SharpGreens kultivierte das Team von Projektleiterin Dr. Katja Witzel im letzten Jahr 300 Genbank- und 17 kommerzielle Kohlsorten am IGZ und analysierte die Glucosinolat-Gehalte und Abbauprodukte. Dabei wurden 24 Kohlsorten mit verbesserten Glucosinolat-Gehalten und gewünschten -Abbauprofilen identifiziert. Diese stammen aus verschiedenen Regionen, darunter Kohlrabi aus der ehemaligen DDR, Blumenkohl-Sorten aus Italien, Weißkohl aus Japan und Spanien, Grünkohl aus Schweden und bulgarischer Rotkohl. Zur weiteren Aufklärung des enzymatischen Glucosinolat-Abbaus wurde das Proteom aller Kohlsorten am IGZ analysiert und ergänzend dazu eine genomweite Assoziationsstudie vom Projektpartner Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) durchgeführt.
In der nun gestarteten zweiten Projektphase werden die ausgewählten Kohlsorten in der Interventionsstudie am Universitätsklinikum Freiburg unter der Leitung von Prof. Dr. Evelyn Lamy eingesetzt. Es wird untersucht, ob der Verzehr einer vielfältigeren Gemüsekohl-Diät die Gesundheit beeinflusst und ob diese Effekte auf den hohen Gehalt an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen oder die Pflanzenvielfalt zurückzuführen sind. Die Probanden erhalten dafür in einem randomisierten Crossover-Versuch vier verschiedene Gemüsekohl-Diäten, die aus gefriergetrockneten Kohlpflanzen am IGZ hergestellt werden und definierte Mengen an bioaktiven Substanzen enthalten. Außerdem wird der Einfluss der Vielfalt an Gemüsekohl in der Ernährung auf die Zusammensetzung des Darmmikrobioms untersucht.
Bewusstsein für Vielfalt fördern
Die Forschungsergebnisse sollen anschließend über verschiedene Formate wie Kochevents, Feldführungen und Ausstellungen an die Öffentlichkeit kommuniziert werden. Ziel ist es, das Bewusstsein für den Erhalt der Artenvielfalt in der Landwirtschafft sowie eine vielfältige pflanzenbasierte Ernährung zu fördern. Unterstützt werden die Forscher dabei von proWissen Potsdam e.V. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert SharpGreens im Rahmen der Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt (FEdA) und der Richtlinie zur Erforschung der Zusammenhänge zwischen Biodiversität und menschlicher Gesundheit (BiodivGesundheit2) mit 1,1 Millionen Euro für einen Zeitraum von drei Jahren.

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