Der israelische Sicherheitsdienstleister Morphisec hat einen neuen Trojaner identifiziert, mit dem Cyberkriminelle gezielt Unternehmen aus dem Gesundheits- und Pharmasektor angreifen.
ResolverRat haben die Sicherheitsforscher des israelischen Dienstleister Morphisec eine neue im Umlauf befindliche Schadsoftware genannt. Bei dieser neuen Malware handelt es sich um einen Fernzugriffs-Trojaner, mit dem Cyberkriminelle gezielt Unternehmen aus dem Gesundheits- und Pharmasektor angreifen. Man habe mittlerweile mehrere Angriffswellen auf Morphisec-Kunden beobachtet – zuletzt am 10. März dieses Jahres – und deshalb beschlossen, Details zu veröffentlichen, heißt es in dem Report.
ResolverRat werde über Phishing-Mails verbreitet. Als Lockmittel werden Urheberrechtsverletzungen, andere Rechtsverstöße oder laufende Ermittlungen genannt. Mit diesem auf Angst basiertem Social-Engineering will man Mitarbeiter dazu bewegen, auf die in den Mails enthaltenen Links zu klicken, über die ResolverRat dann geladen wird. Derartige E-Mails seien mittlerweile auch in verschiedenen Sprachen aufgetaucht, darunter Englisch, Hindi, Italienisch, Indonesisch, Türkisch, Portugiesisch und Tschechisch, was laut Morphisec auf ein globales Ausmaß der Kampagne hindeutet. Denn auch das sei mittlerweile Trend: stark lokalisiertes Phishing, für das regionalspezifische Sprache und Themen verwendet werden, um die Glaubwürdigkeit und damit das Engagement der Nutzer zu erhöhen.
Worauf die Experten außerdem hinweisen, sind Ähnlichkeiten in der Phising-Infrastruktur sowie im Vorgehen wie bei der Malware Rhadamanthys, respektiv Lumma. Allerdings weise ResolverRat trotz dieser deutlichen Überschneidungen eine eigene Lade- und Nutzlast-Architektur auf, weshalb eine Klassifizierung als neue Malware-Familie gerechtfertigt sei.


