Der chinesische Auftragsentwickler Sirio baut für 16 Millionen Euro neue Verpackungsanlage im brandenburgischen Pritzwalk.
Es ist sicher keine alltägliche Investitionssumme für die Region: Pharmakonzern Sirio investiert 16 Millionen Euro in eine neue Verpackungsanlage an seinem Produktionsstandort Falkenhagen, einem Ortsteil des brandenburgischen Pritzwalks. Der chinesische Auftragsentwickler hat sich auf Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert und will seine Produktionskapazitäten am deutschen Standort erhöhen.
Mit der Investition soll zum einen eine neue Hochgeschwindigkeits-Abfülllinie mit einer Leistung von bis zu fünf Millionen Flaschen pro Jahr entstehen. Zum anderen ist der Ausbau einer zweiten Linie mit jährlich bis zu 20 Millionen Blisterpackungen geplant, die zehn verschiedene Blisterformate für ovale und längliche Weichkapseln unterstützt.
Die neue Verpackungsanlage ist vor allem auch technologisch fortschrittlich ausgestattet – etwa mit visuellen Inspektionssysteme und Prozesskontrolltechnologien. Diese Systeme überwachen Parameter wie das äußere Erscheinungsbild, das Gewicht des Produkts und die Metalldetektion. Sie sind so empfindlich, dass schon ein einzelner Kapseldefekt eine Benachrichtigung an den Bediener auslöst.
Landrat Christian Müller sagte zur Eröffnung: „Dass ein Unternehmen 16 Millionen Euro in einen Prignitzer Standort investiert, kommt nicht tagtäglich vor. Doch damit wird deutlich, wie die Wirtschaft in unserer Region auch international wahrgenommen wird.“
Für Sirio soll Falkenhagen eine wichtige europäische Drehscheibe werden, wie Geschäftsführer Patrick Lin betont. Die neue Verpackungsanlage ermöglicht es, den gesamten Produktionsprozess – von der Forschung über die Herstellung bis hin zur Endverpackung – vor Ort abzuwickeln und so die Lieferzeiten auf nur drei Wochen zu verkürzen.


