Neue Radiologie- und Diagnostik-Plattform in Magdeburg eingeführt.

von | Apr. 9, 2025

CT-geführter minimalinvasiver Eingriff mit Unterstützung durch das Angiographiesystem an der Universitätsmedizin Magdeburg. Quelle: Universitätsmedizin Magdeburg / Robin Flanderka

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An der Universitätsmedizin Magdeburg ist in Zusammenarbeit mit Siemens Healthineers eine weltweit einzigartige Plattform für minimalinvasive bildgeführte Eingriffe entwickelt worden.

 

Es ist eine echte Weltneuheit, berichtet die Universitätsmedizin Magdeburg stolz. Unter Leitung von Prof. Dr. Maciej Pech, Direktor der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin, und in Zusammenarbeit mit Siemens Healthineers wurde ein innovatives neues Gerätekonzept entwickelt, das die wichtigsten Verfahren der interventionellen Radiologie und Diagnostik – also Angiographie, Ultraschall und CT – zu einer neuartigen Plattform für minimalinvasive, bildgeführte Eingriffe kombiniert. Der Fokus liegt dabei auf CT-gestützte Verfahren, die durch angiographische Techniken ergänzt werden.

Aus Magdeburg heißt es, dass auf Basis der Kombination dieser Technologien in einem ideal abgestimmten Konzept und mit Unterstützung robotischer Komponenten erstmals Eingriffe realisiert werden könne, die bislang nicht möglich waren. Gefördert wurde dieses Konzept durch ein EU-Programm zur Entwicklung innovativer Medizintechnik.

Zwei-Raum-System

Die neuartige Anlage erstreckt sich über zwei benachbarte, direkt verbundene Räume. Jeder Raum ist mit einem modernen Angiografiesystem ausgestattet, das zusätzlich über integrierte Ultraschalltechnik verfügt. Ein CT-Gerät, das auf einem Schienensystem zwischen den Räumen bewegt werden kann, ermöglicht es, alle derzeit verfügbaren bildgebenden Verfahren während eines Eingriffs direkt am Patienten einzusetzen.

Ein speziell eingerichteter Überwachungsbereich dient der Vorbereitung und Nachsorge der Patienten. Hier können auch Vitalparameter durchgehend überwacht werden. Dieses Konzept überwindet deshalb bisher Einschränkungen, da Patienten nun nicht mehr während eines Eingriffs zwischen verschiedenen Räumen transportiert werden müssen. Stattdessen kommen die Geräte zum Patienten – ein wesentlicher Fortschritt in Bezug auf Sicherheit und Effizienz.

Neue Möglichkeiten für Forschung und Praxis

Mit diesem Ansatz würden sich zudem neue Forschungsansätze für minimalinvasive Therapien eröffnen, heißt es vom Enwicklerteam. Besonders die CT-gestützten Eingriffe in Kombination mit anderen Verfahren stehen dabei im Mittelpunkt. Gleichzeitig können alle bekannten Methoden weiterhin in höchster Qualität umgesetzt werden.

Das Konzept ermöglicht außerdem eine Trennung von ambulanten und stationären Behandlungen, da beide Räume auch unabhängig voneinander genutzt werden können. Diese Struktur sei besonders in pandemischen Situationen von Vorteil, da die Räume bei Bedarf isoliert vom Klinikbetrieb betrieben werden können, heißt es von der Universitätsmedizin.

Und noch etwas ist besonders: Die Nähe zur Notaufnahme der Universitätsmedizin Magdeburg ermöglicht es, Patienten etwa bei Massenunfällen oder akuten Notfällen direkt aus dem Krankenwagen in diesen Bereich zu bringen. Dort können sie sofort behandelt und anschließend in andere Klinikbereiche verlegt werden.

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