Neue Lebensmittelwarnapp des BVL

by | Jun 18, 2024

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Nach einem umfassenden Relaunch des Verbraucherportals gibt es Lebensmittelwarnungen von Bund und Ländern nun auch als App. Das überarbeitete Version von lebensmittelwarnung.de wurde heute vorgestellt.

Das Verbraucherschutzportal lebensmittelwarnungen.de hat einen umfassenden Relaunch mit neuem Design und neuen Funktionen erhalten. In dem Zug wurde auch eine App für mobile Endgeräte entwickelt. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) haben die Neuerungen heute vorgestellt.

„In der neuen App können sich Verbraucherinnen und Verbraucher jederzeit und überall automatisch per Push-Funktion über neue öffentliche Meldungen informieren lassen“, freut sich Friedel Cramer, Präsident des BVL. Auch das Teilen von Meldungen über Messengerdienste oder Social Media Kanäle sei nun möglich. „Der Relaunch der Website und der Launch der App sind ein wesentlicher Beitrag zur Stärkung der Lebensmittelsicherheit in Deutschland und damit zum vorbeugenden Gesundheitsschutz der Bevölkerung“, ist Cramer überzeugt.

Zudem wurde das Informationsangebot deutlich ausgeweitet. Es gibt ein FAQ mit den häufigsten Fragen rund um die Lebensmittelüberwachung oder Zuständigkeiten der Behörden sowie ein umfangreiches Glossar. Und unter der Rubrik Themen werden außerdem Statistiken veröffentlicht oder andere behördliche Portale etwa auf EU-Ebene verlinkt. Aus Sicht des bayrischen Staatsministers für Umwelt und Verbraucherschutz, Thorsten Glauber, ist die App damit ein weiterer Baustein für den modernen Verbraucherschutz. Bayern hat in diesem Jahr den Vorsitz der Verbraucherschutzministerkonferenz. „Die App eröffnet auch die Möglichkeit zur interaktiven Kommunikation. Haben Nutzer spezifische Fragen zu einer Meldung, können sie sich über die App direkt an das jeweilige Bundesland wenden“, betont der Minister.

Dr. Ophelia Nick, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, gratulierte per Videobotschaft zum gelungenen Neustart und lobte die erfolgreiche Zusammenarbeit von Bund und Ländern. Der Alltag der Menschen sei heute viel digitaler als zum Start von lebensmittelwarnung.de 2011. „Dem tragen die neugestalteten Digitalangebote des Portals von nun an Rechnung. Sie sind jetzt deutlich komfortabler und nutzerfreundlicher.“

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Gemüsekohl für die Gesundheit

Forscher des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau haben jene Kohlsorten identifiziert, die besonders wertvolle Pflanzenstoffe für den Menschen beinhalten. Wie die sich auf die Gesundheit auswirken, wird nun in einer Interventionsstudie untersucht.

Grün und vielfältig sollte sie sein, unsere Ernährung. Und einem Gemüse kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: Gemüsekohl. Am Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) gibt es mit dem Projekt SharpGreens sogar ein eigenes Forschungsprojekt, das jetzt in die zweite Phase startet. Die wissenschaftliche Fragestellung: Wie beeinflusst eine vielfältige Ernährung reich an Gemüsekohl die Gesundheit? Die humane Interventionsstudie wird gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Freiburg umgesetzt. Erforscht werden sollen vor allem die Auswirkungen auf die Immunfunktionen und das Darmmikrobiom.
Der Interventionsstudie ist eine intensive erste Projektphase vorangegangen, für die am IGZ in den vergangenen 30 Jahre eine umfassende Analytikplattform für sekundäre Pflanzenstoffe und ihre Abbauprodukte entwickelt wurde. Im Fall des Gemüsekohls geht es um die sogenannten Glucosinolate, die beim Verzehr enzymatisch zu gesundheitsfördernden Abbauprodukten, den Isothiocyanaten, umgewandelt werden können. Diese Substanzen haben entzündungshemmende, antikanzerogene und antimikrobielle Eigenschaften. Bisher wurden mehr als 100 verschiedene Glucosinolate in Pflanzen identifiziert, wobei die Wirksamkeit ihrer Abbauprodukte stark variieren kann.
Über 300 Kohlsorten kultiviert
Im Rahmen des Projekts SharpGreens kultivierte das Team von Projektleiterin Dr. Katja Witzel im letzten Jahr 300 Genbank- und 17 kommerzielle Kohlsorten am IGZ und analysierte die Glucosinolat-Gehalte und Abbauprodukte. Dabei wurden 24 Kohlsorten mit verbesserten Glucosinolat-Gehalten und gewünschten -Abbauprofilen identifiziert. Diese stammen aus verschiedenen Regionen, darunter Kohlrabi aus der ehemaligen DDR, Blumenkohl-Sorten aus Italien, Weißkohl aus Japan und Spanien, Grünkohl aus Schweden und bulgarischer Rotkohl. Zur weiteren Aufklärung des enzymatischen Glucosinolat-Abbaus wurde das Proteom aller Kohlsorten am IGZ analysiert und ergänzend dazu eine genomweite Assoziationsstudie vom Projektpartner Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) durchgeführt.
In der nun gestarteten zweiten Projektphase werden die ausgewählten Kohlsorten in der Interventionsstudie am Universitätsklinikum Freiburg unter der Leitung von Prof. Dr. Evelyn Lamy eingesetzt. Es wird untersucht, ob der Verzehr einer vielfältigeren Gemüsekohl-Diät die Gesundheit beeinflusst und ob diese Effekte auf den hohen Gehalt an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen oder die Pflanzenvielfalt zurückzuführen sind. Die Probanden erhalten dafür in einem randomisierten Crossover-Versuch vier verschiedene Gemüsekohl-Diäten, die aus gefriergetrockneten Kohlpflanzen am IGZ hergestellt werden und definierte Mengen an bioaktiven Substanzen enthalten. Außerdem wird der Einfluss der Vielfalt an Gemüsekohl in der Ernährung auf die Zusammensetzung des Darmmikrobioms untersucht.
Bewusstsein für Vielfalt fördern
Die Forschungsergebnisse sollen anschließend über verschiedene Formate wie Kochevents, Feldführungen und Ausstellungen an die Öffentlichkeit kommuniziert werden. Ziel ist es, das Bewusstsein für den Erhalt der Artenvielfalt in der Landwirtschafft sowie eine vielfältige pflanzenbasierte Ernährung zu fördern. Unterstützt werden die Forscher dabei von proWissen Potsdam e.V. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert SharpGreens im Rahmen der Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt (FEdA) und der Richtlinie zur Erforschung der Zusammenhänge zwischen Biodiversität und menschlicher Gesundheit (BiodivGesundheit2) mit 1,1 Millionen Euro für einen Zeitraum von drei Jahren.

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