Neue Investoren für Doctolib

von | Apr. 8, 2026

Anhoren

Teilen

 

Über ihr Family Office Athos sind die Strüngmann-Brüder bei Doctolib eingestiegen – ebenso die dänische Familie Mærsk.

 

Neue Investoren für Doctolib: Andreas und Thomas Strüngmann steigen über ihr Family Office Athos bei den Franzosen ein. Wie das Manager Magazin zunächst berichtete, gehören auch die dänische A.P. Moller Foundation der Familie Mærsk, die die gleichnamige Reederei kontrolliert, sowie die Investoren Invus und Salica zu den weiteren Geldgebern.

Der Einstieg erfolgt über einen sogenannten Secondary-Deal. Das heißt, die neuen Investoren kaufen Anteile aktueller Investoren, die damit aussteigen. Es fließt also kein neues Geld ins Unternehmen und auch die Bewertung wurde mit dem Deal nach unten geschraubt. 3,6 Milliarden Euro im Vergleich zu noch 5,8 Milliarden Euro bei der letzten Finanzierungsrunde vor vier Jahren. Das ist bei Secondary-Deals nicht ungewöhnlich, der Abschlag bei den Preisvorstellungen fiel in diesem Fall jedoch recht hoch aus.

Laut Doctolib verbinden die neuen Investoren einen Fokus auf Deutschland und Europa und ihre langfristige Strategie würde mit der Mission von Doctolib übereinstimmen. Auch die Expertise im Gesundheitswesen wird betont, womit vor allem die Strüngmann-Brüder gemeint sein dürften. Sie verkauften 2005 den von ihnen gegründeten Generika-Hersteller Hexal für 5,65 Milliarden Euro an Novartis. Während der Corona-Pandemie stiegen sie früh bei Biontech ein und hielten zwischenzeitlich 42 Prozent am Mainzer Unternehmen. Mit einem Vermögen von elf Milliarden Euro standen die beiden Brüder 2025 zudem auf Platz 19 der Liste der reichsten Deutschen des Manager Magazins. Aber auch die Londoner Investmentfirma Salica hat sich auf Technologie- und Healthtech-Unternehmen spezialisiert.

Wohin die gemeinsame Reise mit Doctolib geht, wird sich zeigen. Operativ steht das Unternehmen in jedem Fall solide da. 2025 steigerte Doctolib den annualisierten Umsatz um fast ein Drittel auf 422 Millionen Euro und war damit erstmals profitabel. Für 2026 will Firmengründer Stanislas Niox-Chateau einen Gewinn von rund 60 Millionen Euro anpeilen.

Das könnte Sie auch interessieren

Aus für Hybrid-DRGs

Ab 2028 soll es keine Hybrid-DRGs mehr geben. Bereits ab 2027 werden erste Änderungen greifen. Kritik kommt vom Spitzenverband der Fachärzte.

Ab 2028 soll es keine Hybrid-DRGs mehr geben. Bereits ab 2027 werden erste Änderungen greifen. Kritik kommt vom Spitzenverband der Fachärzte.