GE Healthcare schließt sich mit der University of California San Diego School of Medicine zusammen, um die Bildgebung speziell für Frauen zu verbessern.
Das weibliche Becken ist anders. Wie genau, will man bei GE Healthcare nun gemeinsam mit der University of California San Diego School of Medicine herausfinden. Gemeinsam will man fortschrittliche Magnetresonanztomographie-Protokolle und -Techniken für frauenspezifische Erkrankungen und Zustände des Beckens erforschen und umfassende Lehrmaterialien für Kliniker entwickeln. Ziel des Projekts sei es, die Gesundheit von Frauen im Beckenbereich zu verbessern und damit eine wichtige Lücke in der medizinischen Forschung und Versorgung zu schließen, heißt es in der entsprechenden Meldung.
Durchgeführt werden soll die Forschung am Center for Translational Imaging and Precision Medicine (CTIPM) an der University of California San Diego School of Medicine unter Leitung von Rebecca Rakow-Penner, MD, PhD, außerordentliche Professorin für Radiologie und Bioengineering an der UC San Diego und stellvertretende Direktorin des CTIPM. Im Fokus steht dabei ein breites Spektrum von Erkrankungen des weiblichen Beckens – etwa eine bessere Visualisierung von Endometriose oder Eierstockkrebs.
Forschung bisher unzureichend
Denn Fakt ist auch, dass Erkrankungen des weiblichen Beckens nach wie vor nicht ausreichend erforscht sind, häufig falsch diagnostiziert und dadurch auch unzureichend behandelt werden. Das belastet nicht nur die Frauen selbst, sondern auch die Gesundheitssysteme. Alleine in den USA machen Beckenschmerzen rund 20 Prozent aller ambulanten Termine in der Sekundärversorgung für weibliche Patienten aus und verursachen geschätzte 882 Millionen US-Dollar an ambulanten Behandlungskosten, rechnen die beiden Kooperationspartner vor.
Rebecca Rakow-Penner hofft durch die Verbesserung der Diagnose und des Managements von gut- und bösartigen Erkrankungen des weiblichen Unterleibs Lösungen für die Versorgung von Frauen zu entwickeln: „Die Ergebnisse aus dieser Zusammenarbeit haben das Potenzial, die Patientenerfahrung zu verbessern und den Ärzten ein Instrumentarium an die Hand zu geben, mit dem sie ein höheres Versorgungsniveau bieten können, zu dem jede Frau Zugang haben sollte.“
Aufklärungs- und Schulungsmaterial
Im Rahmen des Projekts sollen neben den Protokollen auch Schulungs- und Aufklärungsmaterialien erstellt werden, die als Ressourcen für MRI-Anwender auf der ganzen Welt zur Verfügung stehen könnten, um so eine nachhaltige Wirkung in regionalen und globalen Gemeinschaften zu erzielen.
Auch bei GE Healthcare ist man zuversichtlich, dass die Ergebnisse aus dem Projekt dazu beitragen können, dass fortschrittliche Bildgebungsverfahren standardmäßig eingesetzt werden und die Kliniker letztlich fundiertere Entscheidungen treffen können. „Wir glauben, dass dieses Projekt dazu beitragen kann, eine wichtige Lücke in der Gesundheitsversorgung von Frauen zu schließen und den Zugang zu innovativen Lösungen für Frauen auf der ganzen Welt zu verbessern“, sagt Erin Angel, PhD, GE Healthcare Global Vice President, Research and Scientific Affairs.



