Nach Cyberangriff auf US-Klinikkette: 800.000 US-Dollar Lösegeld gefordert

von | März 18, 2026

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Die in Russland verortete Ransomware-Gruppe „Medusa“ hat sich zum Angriff auf die US-Klinikkette im Bundesstaat Mississippi bekannt. 800.000 Euro Lösegeld stehen im Raum.

 

Nach dem Großangriff auf das University of Mississippi Medical Center (UMMC) im US-Bundesstaat Mississippi Ende Februar hat sich nun die Ransomware-Gruppe „Medusa“ zu dem Cyberangriff bekannt. Ende Februar hatten die Hacker die gesamte Einrichtung für neun Tage lahmgelegt – und zwar alle 35 Klinikstandorte. Die Basisversorgung und Notaufnahmen konnte nur mit analogem Behelf aufrechterhalten und betrieben werden.

Das UMMC ist eine der wichtigsten Gesundheitseinrichtungen des Bundesstaates – es beschäftigt 10.000 Mitarbeiter und beherbergt Mississippis einziges Kinderkrankenhaus, das einzige Traumazentrum der Stufe I, die einzige neonatologische Intensivstation der Stufe IV sowie die einzigen Organtransplantationsprogramme des Bundesstaates.

Der Betrieb konnte erst am 2. März wieder vollständig aufgenommen werden. Und nun haben sich die vermeintlichen Hacker öffentlich geäußert. Eine Lösegeldforderung von 800.000 US-Dollar stehe im Raum. Bis zum 20. März hätte die Klinikleitung Zeit, zu zahlen. Andernfalls würden die aus den Häusern gestohlenen Daten veröffentlicht. Ein Sprecher des UMMC wollte sich auf Nachfrage mehrerer US-Medien nicht zu der Lösegeldforderung äußern.

Experten gehen davon aus, dass die „Medusa“-Gruppe ihren Sitz in Russland hat, da sie Ziele in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten meidet, in russischsprachigen Foren aktiv ist und in ihren operativen Tools die kyrillische Schrift verwendet.

Die Gruppe, die 2021 erstmals auftauchte, hat wiederholt ihre Bereitschaft gezeigt, Gesundheitseinrichtungen und Kommunalverwaltungen in den gesamten USA anzugreifen. Am Dienstag bekannte sich die Gruppe ebenfalls zu einem Angriff auf den Passaic County in New Jersey und forderte auch da ein Lösegeld in Höhe von 800.000 US-Dollar.

Der Bezirk teilte daraufhin mit, dass er vor zwei Wochen mit einem „Malware-Angriff“ zu kämpfen hatte, der Telefonleitungen und IT-Systeme in allen Behörden lahmlegte.

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