Nach akutem Koronarsyndrom: weniger Einweisungen dank Telemedizin

by | Apr 12, 2024

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Das israelische Unternehmen SHL Telemedicine konnte in einer klinischen Studie in Großbritannien die Wirksamkeit seiner Smart-Heart-Plattform nachweisen.

 

76 Prozent weniger Krankenhauseinweisungen dank Telemedizin: Diese beachtliche Zahl gibt nun das israelische Unternehmen SHL Telemedicine bekannt. Die Erkenntnisse stammen aus einer am Imperial College London durchgeführten Studie, wo das Smart-Heart-System des Unternehmens zur Überwachung von Patienten eingesetzt wurde, die sich von einem akuten Koronarsyndrom erholten.

TELE-ASC, so der Name der Studie, konnte außerdem zeigen, dass bei den Patienten, die mit der Technologie überwacht wurden, die Wahrscheinlichkeit um 41 Prozent sank, erneut in die Notaufnahme eingeliefert zu werden.

Das Smart-Heart-System ist ein tragbares EKG, das für die Überwachung und das Management von Patienten nach einem akuten Koronarsyndrom entwickelt wurde. Es soll Krankenhauseinweisungen und ungeplante koronare Revaskularisationen reduzieren, indem die Symptome und Daten der Patienten über eine App übermittelt werden.

Für Ergebnisse der TELE-ACS-Studie, die im Journal of the American College of Cardiology veröffentlicht und vor der Jahrestagung der Gruppe vorgestellt wurden, wurden in London 337 Patienten über einen Zeitraum von sechs Monaten überwacht. Die Studie ergab, dass Patienten, die das Fern-EKG-Gerät von SHL verwendeten, seltener über Schmerzen in der Brust klagten als Patienten, die mit der Standardtherapie behandelt wurden (9 Prozent gegenüber 24 Prozent), sowie über weniger Atemnot (21 Prozent gegenüber 39 Prozent) und Schwindel (6 Prozent gegenüber 18 Prozent).

Erez Nachtomy, CEO von SHL Telemedicine, sagte: „Diese bahnbrechenden klinischen Ergebnisse sind eine Bestätigung, die uns in unserer Mission, die Patientenversorgung neu zu definieren, vorantreibt und den greifbaren Nutzen und die Effizienz unserer telemedizinischen Lösungen auf globaler Ebene demonstriert.”

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