Moderna auf Talfahrt

von | Jan. 13, 2025

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Eine geringere Impfstoffnachfrage sorgt dafür, dass US-Pharmakonzern Moderna nicht nur seine Prognose, sondern auch die Kosten senken muss.

 

Kein guter Jahresstart für US-Pharmakonzern Moderna. Weder der Impfstoff gegen die Atemwegserkrankung RSV noch der gegen Covid-19 will derzeit so recht Abnehmer finden und so musste die Amerikaner heute ihre Umsatzprognose für 2025 senken – und zwar um eine ganze Milliarde US-Dollar.

An der Börse löste das einen Kursrutsch aus. Seit Mittag haben die Moderna-Aktien bereits über 23 Prozent verloren. Denn mit einer derart deutlichen Korrektur beim Umsatz hatten weder der Pharmakonzern noch die Analysten gerechnet. Bei Moderna ist man bisher von einem Umsatz zwischen 2,5 und 3,5 Milliarden US-Dollar für 2025 ausgegangen. Die Erwartungen der Analysten lagen in der Mitte bei rund drei Milliarden. Nun aber liegt die von Moderna angegebene Spanne nur noch zwischen 1,5 und 2,5 Milliarden US-Dollar.

Moderna CEO Stéphane Bancel bemüht sich derweil um einen Fokus auf das Positive. 2024 habe man Produktumsätze von drei bis 3,1 Milliarden US-Dollar erzielen und mit der Zulassung des RSV-Impfstoffs ein weiteres Produkt am Markt positionieren können, sagt der Manager. Gleichzeitig habe man die Cash-Betriebskosten im Vergleich zu 2023 um mehr als 25 Prozent gesenkt. Und diese Kostensenkungen sollen in den nächsten Jahren fortgeführt werden, betont Bancel: „Für 2025 streben wir eine Senkung der Cash-Kosten um eine Milliarde US-Dollar an, mit dem Plan, 2026 weitere 500 Millionen einzusparen.  Dabei wolle man sich weiterhin auf die drei strategischen Prioritäten konzentrieren: die Steigerung des Umsatzes, die Erteilung von bis zu zehn Produktzulassungen in den nächsten drei Jahren und eben die Kostensenkung im gesamten Unternehmen.

Für Anleger mit Moderna-Aktien im Depot könnte 2025 eine Zitterpartie werden. Zwar rechnet man in den USA. Zwar will man bis zum Jahresende über liquide Mittel und Investitionen in Höhe von rund sechs Milliarden US-Dollar verfügen. Mit den angepassten Umsätzen rechnet Moderna allerdings hauptsächlich in der zweiten Jahreshälfte, was eine gewisse Geduld und auch Wohlwollen von Seiten der Investoren erfordert.

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