Millionenspende von Eli Lilly an Unicef

by | May 29, 2024

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6,5 Millionen US-Dollar spendet der Pharmakonzern, um die Gesundheit von Kindern mit nichtübertragbaren Krankheiten in Indien zu verbessern. 20 Millionen Euro hat Eli Lilly seit 2022 bereits an Unicef gespendet.

Medienwirksam im Rahmen der Weltgesundheitsversammlung verkündet Eli Lilly heute eine 6,5 Millionen US-Dollar Spende an den United States Fund for Unicef. Konkret soll das Geld in Richtung Indien fließen und dort in ressourcenbeschränkten Gebieten die Gesundheit von Millionen Kindern und Jugendlichen verbessern, die von nichtübertragbaren Krankheiten (NCD) bedroht sind. Damit erhöhe sich das Gesamtengagement des Unternehmens seit 2022 auf mehr als 20 Millionen US-Dollar.

Gerade in Entwicklungsländern sind viele Kinder von Typ-1-Diabetes, Atemwegs-, rheumatischen oder anderen angeborenen Krankheiten betroffen, ohne Zugang zur eigentlich in dieser Situation essenziellen Versorgung zu haben. Das Geld will Unicef dafür einsetzen, genau diese Versorgung aufzubauen, Gesundheitssysteme zu stärken und auch die Fähigkeiten des medizinischen Personals in Indien zu verbessern. Zudem werde eine enge Zusammenarbeit mit der indischen Regierung und lokalen Partnern angestrebt. „Das alles wird dazu beitragen, die Bemühungen in die Gesundheitsprogramme für Mütter, Neugeborene und Kinder zu integrieren, wobei der Schwerpunkt auf der Prävention und dem Umgang mit nichtübertragbaren Krankheiten im Kindesalter liegt”, ist Luigi D’Aquino, Gesundheitschef von UNICEF Indien, überzeugt.

NCD in Schwellenländern oft unbehandelt

Nichtübertragbare Krankheiten stellen eine erhebliche Belastung für die Volkswirtschaften dar und sind eng mit Armut, schlechter sozialer und wirtschaftlicher Entwicklung und anderen Ungerechtigkeiten verbunden. Diese Belastung ist unverhältnismäßig stark in Ländern mit niedrigem Einkommen sowie bei Kindern und Jugendlichen zu spüren. Im Kindesalter unbehandelt, können NCDs erhebliche, lebenslange Auswirkungen auf die Betroffenen und ihre Familien haben, darunter Behinderungen, chronische Schmerzen und verminderte Lebensqualität.

Laut der NCD-Datenbank der Weltgesundheitsorganisation waren NCDs im Jahr 2019 für 66 Prozent aller Todesfälle in Indien verantwortlich, 22 Prozent davon waren vorzeitig. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt in Indien bei 70,79 Jahren und damit leicht unter dem weltweiten Durchschnitt von 73,40 Jahren. Siebzig Prozent der vermeidbaren Todesfälle bei Erwachsenen durch NCDs sind mit Risikofaktoren verknüpft, die bereits im Jugendalter beginnen, was eine wichtige Gelegenheit zur Prävention darstellt.

Im Jahr 2022 startete UNICEF eine Initiative in Bangladesch, Malawi, Nepal, den Philippinen und Simbabwe mit Unterstützung von Lillys 14,4-Millionen-Dollar-Beitrag zum United States Fund for UNICEF, um sich auf die Prävention, Erkennung, Behandlung und Unterstützung von NCDs in diesen Ländern zu konzentrieren. Seitdem hat UNICEF Hunderte von Kindern auf NCDs untersucht, mehr als 2.000 Gesundheitshelfer geschult und mehr als 350.000 Familien mit Botschaften zur NCD-Prävention erreicht.

UNICEF hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 die Gesundheit von Millionen von Kindern und Jugendlichen in ressourcenbeschränkten Gebieten Indiens zu verbessern, um ein gesundes Leben zu gewährleisten und das Wohlergehen aller zu fördern, was im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen steht.

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