Milliardendeal: US-Pharmariese Eli Lilly baut KI-Pipeline aus

von | März 30, 2026

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Bis zu 2,75 Milliarden US-Dollar stehen bei der neuen KI-basierten Kooperation zur Wirkstoffforschung zwischen Eli Lilly und Insilico Medicine im Raum.

 

 

Vor allem die Börse dürfte den Zusammenschluss feiern: US-Pharmakonzern Eli Lilly und das in Hongkong ansässige Biotech-Unternehmen Insilico Medicine haben am Wochenende ihre engere Zusammenarbeit verkündet. Bis zu  2,75 Milliarden US-Dollar will Lilly für die KI-basierte Wirkstoffforschung von Insilico zahlen. Dort hat man eine „AI-Engine“ entwickelt, um neue Wirkstoffe und Therapeutika schneller zu entdecken und zu entwickeln. Und genau hierfür hat sich Lilly eine exklusive weltweite Lizenz eingekauft. Konkret sollen neuartige orale Therapeutika entwickelt, hergestellt und vermarktet werden.

Darüber hinaus werden Insilico und Lilly bei mehreren Forschungs- und Entwicklungsprogrammen zusammenarbeiten, die sich auf von Lilly ausgewählte Zielmoleküle konzentrieren, indem sie die hochmodernen Pharma-AI-Plattformen von Insilico mit den Entwicklungskapazitäten und der fundierten Fachkompetenz von Lilly in den jeweiligen Krankheitsbereichen kombinieren.

Win-Win für beide Seiten

Insilico ist für Lilly als Partner deshalb interessant, weil das Unternehmen bereits seit Gründung 2014 Deep-Learning-Lösungen für die Wirkstoffforschung entwickelt. „Durch den Einsatz modernster KI-Technologien, die von Biomarkern bis hin zu Lebensmodellen – also Modellen des menschlichen und tierischen Lebens – reichen, können wir vielseitige Zielmoleküle identifizieren, die gleichzeitig mehrere Krankheiten auslösen“, sagte Dr. Alex Zhavoronkov, Gründer und CEO von Insilico Medicine.

Und Andrew Adams, Group Vice President of Molecule Discovery bei Eli Lilly, ergänzt: „Die KI-gestützten Forschungsfähigkeiten von Insilico stellen eine leistungsstarke Ergänzung zu Lillys fundiertem Fachwissen in der klinischen Entwicklung in verschiedenen Therapiebereichen dar.”

Gemäß den Vertragsbedingungen hat Insilico Anspruch auf eine Vorauszahlung in Höhe von 115 Millionen US-Dollar, gefolgt von Meilensteinen in den Bereichen Entwicklung, Zulassung und Vermarktung, die den Gesamtwert der Vereinbarung auf etwa 2,75 Milliarden US-Dollar steigern könnten, zuzüglich gestaffelter Lizenzgebühren auf zukünftige Umsätze.

Zeitgleich mit der Vereinbarung hat Insilico auch seine Geschäftszahlen 2025 veröffentlicht. Demnach lag der Gesamtumsatz bei rund 56 Millionen US-Dollar. Der neue Deal mit Lilly könnte das Unternehmen umsatztechnisch also in ganz neue Sphären katapultieren. Gleichzeitig würden bereits 13 der 20 weltweit führenden Pharmaunternehmen zu den Kunden von Insilico gehören. Der Softwareumsatz konnte im Berichtszeitraum um knapp 23 Prozent gesteigert werden.

Und auch der zuletzt angeschlagenen Eli-Lilly-Aktie könnte die Nachricht neuen Aufwind geben. Analysten bewerten den Titel durchweg positiv mit einem Kursziel von über 1.000 US-Dollar.

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