Milliarden Sparprogramm bei Bristol Myers Squibb

von | Feb. 10, 2025

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Nach einer ersten Sparrunde folgt die nächste: Bristol Myers Squibb will bis 2027 weitere zwei Milliarden Dollar einsparen. Neben Stellenstreichungen sind strukturelle Änderungen geplant – der Druck durch Patentabläufe und Preiskontrollen wächst.

Zweite Sparrunde innerhalb eines Jahres

Erst im April 2024 hatte Bristol Myers Squibb (BMS) ein umfangreiches Sparprogramm in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar angekündigt, das unter anderem über 2.000 Entlassungen umfasste. Nun setzt das Unternehmen noch einen drauf: Bis 2027 sollen weitere zwei Milliarden Dollar eingespart werden.

Laut einer Investorenpräsentation sollen die Einsparungen durch eine schlankere Organisationsstruktur und effizientere Prozesse erzielt werden. CEO Chris Boerner erklärte in einer Telefonkonferenz, dass allein in diesem Jahr eine Milliarde Dollar eingespart werden soll. Wie viele Mitarbeitende betroffen sind, ließ das Unternehmen offen.

Druck durch Patentabläufe und Preisregulierung

Die neuen Kürzungen kommen nicht zufällig: BMS steht unter erheblichem wirtschaftlichen Druck. Die Patentlaufzeiten für zwei der wichtigsten Umsatzbringer – das Krebsmedikament Opdivo und den Blutverdünner Eliquis – laufen in den kommenden Jahren aus. Besonders Eliquis ist betroffen: Ab 2026 unterliegt das Medikament den neuen Preisverhandlungen der US-Regierung im Rahmen des Inflation Reduction Act.

Zusätzlich macht sich bereits der Verlust des Patentschutzes für das Blutkrebsmedikament Revlimid bemerkbar. Parallel hat BMS in den vergangenen Monaten massiv in Übernahmen investiert: Ende 2023 gab das Unternehmen insgesamt 23 Milliarden Dollar für Karuna Therapeutics, Mirati Therapeutics und RayzeBio aus.

Wachstum mit Sparmaßnahmen erkaufen?

BMS betont, dass die Einsparungen nicht nur dem reinen Kostenabbau dienen, sondern auch in Wachstumsbereiche investiert werden sollen. Die Neuausrichtung ist Teil eines langfristigen Plans, mit dem das Unternehmen die Transformation nach den auslaufenden Blockbuster-Patenten stemmen will.

Ob die geplanten Einschnitte ausreichen, um BMS nachhaltig wettbewerbsfähig zu halten, bleibt abzuwarten. Klar ist: Der Druck auf die großen Pharmaunternehmen, ihre Geschäftsmodelle anzupassen, wächst.

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