Merck vor Milliardenübernahme

von | Apr. 25, 2025

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Pharmakonzern Merck will mit der Übernahme der amerikanischen Springworks Therapeutics seine Krebspipeline stärken.

 

Aktuell läuft die virtuelle Hauptversammlung des Darmstädter Pharma- und Technologiekonzerns Merck KGaA. Es geht um die zukünftige Ausrichtung in einer neuen globalen Weltordnung. Und dafür will Merck unter anderem in den USA zukaufen. Der Übernahmekandidat: Springworks Therapeutics, ein auf seltene Krankheiten und Krebs spezialisiertes Biotech mit Sitz in Connecticut. Für Merck wäre es die größte Übernahme seit Sigma Aldrich 2015. Damals hatte man 17 Milliarden US-Dollar auf den Tisch gelegt. Für Springworks steht ein Kaufpreis von 47 US-Dollar je Aktie im Raum, was einem Unternehmenswert von 3,5 Milliarden US-Dollar entsprechen würde. Laut Insidern seien die Gespräche bereits so weit fortgeschritten, dass bereits Anfang kommender Woche eine Einigung verkündet werden könnte.

Die Nachricht hat vor allem die seit 2019 an der Börse gehandelten Springworks-Aktien abheben lassen. Plus neun Prozent machten der Titel wieder gut. Das ist allerdings noch weit entfernt vom Hoch der Aktie von rund 60 Euro im Februar, als klar wurde, dass Merck am US-Unternehmen interessiert ist.

Merck hatte im vergangenen Herbst angekündigt, Zukäufe in seiner Life-Science-Sparte gezielt vorantreiben zu wollen. Zudem startet mit Jean-Charles Wirth (51) zum 1. Juni ein neuer CEO für die Sparte. Er folgt auf Matthias Heinzel. Auch innerhalb der Healthcare-Sparte des Konzerns gibt es einen Führungswechsel. Danny Bar-Zohar (54), bisher Chief Medical Officer, übernimmt ebenfalls zum 1. Juni das Zepter von Peter Guenther (62)

Mit der Übernahme von Springworks würde Wirth seine neue Rolle direkt mit einer gestärkten Onkologie-Pipeline starten, wo Merck zuletzt geschwächelt hat. Springworks durfte sich zuletzt über zwei Zulassungen durch die US-Arzneimittelaufsicht FDA freuen – Ogsiveo zur Behandlung von Desmoidtumoren, eine seltene und aggressive Erkrankung des Bindegewebes, und Gomekli, mit dem genetische Erkrankungen behandelt werden sollen. Analysten sehen insbesondere bei Ogsiveo großes Potenzial. Die US-Investmentbank JP Morgan sieht hier Spitzenumsätze von bis zu einer Milliarde US-Dollar.

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