Merck vor Milliarden-Übernahme – Gespräche mit US-Biotechfirma SpringWorks in finaler Phase

von | Feb. 11, 2025

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Der deutsche Pharmakonzern Merck KGaA verhandelt über den Kauf von SpringWorks Therapeutics. Die US-Biotechfirma entwickelt Medikamente gegen seltene Krebserkrankungen und ist rund vier Milliarden Dollar wert.

Merck KGaA steht kurz vor einer seiner größten Pharma-Übernahmen der letzten Jahre. Der Darmstädter Konzern bestätigt fortgeschrittene Gespräche über den Kauf von SpringWorks Therapeutics, einem auf Krebs- und seltene Erkrankungen spezialisierten Biotech-Unternehmen aus den USA. Eine endgültige Einigung gibt es jedoch noch nicht.

Aktienkurs explodiert nach Übernahmegerüchten

SpringWorks konnte nach der Bekanntgabe der Verhandlungen kräftige Kursgewinne verbuchen: Die Aktie stieg um 34 Prozent und erreichte den höchsten Stand seit April 2022. Kurzzeitig lag das Plus sogar bei 49 Prozent. Damit wird das Unternehmen aktuell mit rund vier Milliarden Dollar bewertet. Im Gegensatz dazu reagierte die Börse skeptisch auf Mercks Expansionspläne – die Aktie des deutschen Konzerns fiel um 3,7 Prozent.

Strategischer Schachzug für Mercks Onkologie-Sparte

Eine Übernahme von SpringWorks könnte Mercks Stellung in der Krebsforschung deutlich stärken. Das Unternehmen hat zuletzt mehrere Rückschläge in der Medikamentenentwicklung hinnehmen müssen, darunter das Aus für seinen Hoffnungsträger Xevinapant gegen Kopf- und Halskrebs.

SpringWorks entwickelt unter anderem ein zugelassenes Medikament gegen Desmoid-Tumore, eine seltene Weichteilerkrankung. Noch im Februar erwartet das Unternehmen die Zulassung eines weiteren Medikaments gegen Neurofibromatose Typ 1, eine genetisch bedingte Tumorerkrankung. Analysten sehen in der Übernahme eine sinnvolle Ergänzung zu Mercks bestehendem Portfolio.

Merck setzt auf Zukäufe

Der deutsche Konzern hat in der Vergangenheit mehrfach durch große Übernahmen seine Marktstellung ausgebaut. 2015 übernahm Merck den US-Laborausrüster Sigma-Aldrich für 17 Milliarden Dollar, 2019 folgte der Kauf von Versum Materials für knapp sechs Milliarden Euro.

Ob der Deal mit SpringWorks tatsächlich zustande kommt, bleibt abzuwarten. Die finalen Verhandlungen laufen, und laut Insidern könnte eine Einigung in den nächsten Wochen erfolgen. Eine Übernahme wäre ein bedeutender Schritt für Merck, um sich langfristig im hart umkämpften Markt der Krebsmedikamente zu behaupten.

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