Merck treibt Digitalisierung voran

von | Jan. 7, 2025

Soll ab sofort die physische mit der digitalen Welt verbinden: die M-Trust-Plattform Quelle: Merck

Anhoren

Teilen

 

Mit einer Beta-Version einer cyber-physischen Plattform will Pharmakonzern Merck die Produktsicherheit verbessern.

 

M-Trust heißt die cyber-physische Plattform, die Merck heute als Beta-Version auf den Markt bringt. Ziel ist ein vertrauenswürdiger Datenfluss, mit dem die zunehmenden Herausforderungen bei der Produktsicherheit und Rückverfolgbarkeit gemeistert und Produktfälschungen erschwert werden. Man reagiere damit auf die steigenden Erwartungen an die Qualitätskontrolle, erklärt Laura Matz, Chief Science und Technology Officer bei Merck: „Bislang gestaltete es sich durchaus als schwierig, Qualitätssicherungsprozesse vollständig zu digitalisieren, da maschinelle Prozesse nicht das Niveau von menschlichen Fähigkeiten erreichten. M-Trust ist die erste auf dem Markt erhältliche cyber-physische Plattform für digitales Vertrauen, die die Rückverfolgbarkeit und den Authentizitätsnachweis von Produkten verbessert, indem sie menschliche Kompetenzen in Qualitätskontrollprozessen digital abbildet.“ Entwickelt habe man die Plattform für Unternehmen, die in einer vernetzten Welt wettbewerbsfähig bleiben wollen.

Physische und digitale Welt verbinden

Hinter M-Trust verbirgt sich moderne Web-3.0-Technologie, mit der beispielsweise digitale Zwillinge für Produktsicherheit und Qualitätskontrolle eingesetzt werden können. Auch Crypto-Anker-Technologien kommen zum Einsatz, um physische Produkte mit digitalen Identitäten zu verknüpfen – Stichwort Rückverfolgbarkeit innerhalb von Lieferketten. Und auch Smart Contracts sind Bestandteil der Plattform, die als „Plattform-as-a-Service“ angeboten werden soll. Merck bündelt nach eigenen Angaben die langjährige Erfahrung bei Produktqualität und -sicherheit in der M-Trust-Plattform, die sich permanent auch an neue Technologien und gesetzliche Anforderungen anpassen soll. Als Beispiel nennt der Konzern den digitalen Produktpass der EU. Mit der jetzt eingeführten Beta-Version will man Nutzern die Möglichkeit geben, aktiv an der Weiterentwicklung zu partizipieren.

Das könnte Sie auch interessieren