Merck startet gut ins erste Quartal

by | May 15, 2024

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Während Merck für die Life Science erst in der zweiten Jahreshälfte mit einer Umsatzerholung rechnet, legte das Segment Healthcare im ersten Quartal eine starke Entwicklung hin.

 

Plus 10,1 Prozent organisches Umsatzwachstum im Bereich Healthcare bei Merck ist durchaus ein Pfund, mit dem man wuchern kann. Entsprechend deutlich wird eben diese Entwicklung auch im Communiqué zu den Finanzzahlen im ersten Quartal betont. Abzüglich negativer Wechselkurseffekte in Höhe von 2,6 Prozent erhöhte sich der Umsatz damit insgesamt um 7,5 Prozent auf knapp 2,1 Milliarden Euro. Vor allem die „Wave 1“-Produkte Bavencio (+14,2 Prozent) und Mavenclad (+12,2 Prozent) hätten mit ihren zweistelligen organischen Umsatzsteigerungen zur insgesamt positiven Entwicklung des Geschäftsbereichs beigetragen. Noch stärker stieg der Umsatz beim Krebsmedikament Erbitux (+19,3 Prozent). Weniger, aber dennoch mit einem Umsatzplus schlossen die Geschäftseinheiten Fertilität (+7,7 Prozent) sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und Endokrinologie (+4,2 Prozent). Das EBITDA pre von Healthcare stieg organisch um 28,3 Prozent und lag im ersten Quartal damit bei 708 Millionen Euro. Vor allem die Rückführung der exklusiven weltweiten Rechte an Bavencio sowie die insgesamt starke Umsatzentwicklung seien hierfür verantwortlich. Die EBITDA-pre-Marge lag bei 34,6 Prozent.

Rückgang im Geschäftsbereich Life Science

Für das Segment Life Science rechnet Merck erst in der zweiten Jahreshälfte mit einer Umsatzerholung, was schon mit der Kommunikation der Geschäftszahlen 2023 abzusehen war. Entsprechend vermeldete der Konzern im ersten Quartal für den Unternehmensbereich einen organischen Umsatzrückgang von 12,6 Prozent gegenüber der hohen Vergleichsbasis des Vorjahresquartals. Wechselkurseffekte wirkten sich zudem mit 1,2 Prozent negativ auf die Umsatzentwicklung aus. Insgesamt ging der Umsatz von Life Science im ersten Quartal 2024 um 13,8 Prozent auf 2,14 Milliarden Euro zurück. Das EBITDA pre von Life Science sank organisch um 30,3 Prozent und lag bei 611 Millionen Euro.

Rückkehr zu organischem Wachstum noch in diesem Jahr

Insgesamt ging der Konzernumsatz um 3,3 Prozent (organisch: ‑1,2 Prozent) auf 5,1 Milliarden Euro zurück. Wechselkurseffekte, insbesondere des chinesischen Renminbi, wirkten sich mit 2,0 Porzent nachteilig auf die Umsatzentwicklung aus. Das EBITDA pre sank um 8,4 Prozent (organisch: ‑5,2 Prozent) auf 1,5 Milliarden Euro. Die EBITDA-pre-Marge lag im ersten Quartal 2024 bei 28,4 Prozent und das Ergebnis je Aktie pre bei 2,06 Euro.

„Wir sind gut ins Geschäftsjahr 2024 gestartet, und haben im ersten Quartal erste positive Impulse gesehen“, sagte Belén Garijo, Vorsitzende der Geschäftsleitung von Merck. „Erneut haben wir von unserem diversifizierten Geschäftsmodell profitiert. Im zweiten Halbjahr erwarten wir, vor allem im Unternehmensbereich Life Science, eine Beschleunigung und damit die schrittweise Rückkehr zu organischem Wachstum für Merck im Geschäftsjahr 2024.“

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