Merck: Neues Life-Science-Forschungszentrum in Darmstadt

by | Apr 25, 2024

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300 Millionen Euro will Merck an seinem Unternehmenssitz in Darmstadt investieren, um Entwicklung biopharmazeutischer Produkte auszubauen.

 

Bis 2025 will Pharmakonzern Merck insgesamt 1,5 Milliarden Euro in die Weiterentwicklung seines Unternehmenssitzes in Darmstadt investieren. Die ersten 300 Millionen sollen nun in ein neues Forschungszentrum fließen. Bundeskanzler Scholz war heute zur feierlichen Grundsteinlegung anwesend und betonte: „Investitionen, wie die von Merck hier am Stammsitz Darmstadt, sind ökonomisch, medizinisch und wissenschaftlich außerordentlich sinnvoll. Sie sind ein Bekenntnis zu Deutschland als starkem Pharma-, Industrie- und Forschungsstandort und zeigen die Stärke der Biowissenschaften.“

Konkret soll das „Advanced Research Center” für eine schnellere Entwicklung biopharmazeutischer Produkte sorgen. Ab Anfang 2027 sollen rund 550 Mitarbeiter auch an neuen Lösungen zur Herstellung von Antikörpern, mRNA-Anwendungen und anderen biotechnologischen Produkten forschen.

„Mit dieser strategischen Investition stärken wir die führende Position von Merck bei Schlüsseltechnologien für die Entwicklung und Herstellung neuartiger Arzneimittel“, sagte Belén Garijo, Vorsitzende der Geschäftsleitung von Merck. „Als ein weltweit führender Anbieter von Life-Science-Technologien investieren wir weiter in Forschung und Entwicklung ‚Made in Germany‘. Wir ermöglichen so wissenschaftlichen Fortschritt, der Millionen von Patienten und Kunden rund um die Welt zugutekommt.“

Das neue Forschungszentrum soll auf rund 18.000 Quadratmetern eine abteilungsübergreifende Zusammenarbeit in einer offenen, hochmodernen Arbeitsumgebung ermöglichen. Zudem plant Merck einen nahezu CO2-neutralen Forschungsbetrieb. Die Energieversorgung basiert auf Photovoltaik, Geothermie und Wärmepumpen-Technologie. Auch die speziell gestalteten Fassaden und begrünten Dächer tragen zu einem geringen Energieverbrauch und einem verbesserten Mikroklima bei. Für das Gebäude wird eine Gold-Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen angestrebt.

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