Merck erweitert Biologie-Portfolio

von | Dez. 18, 2024

Quelle: Merck

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Mit der Übernahme der niederländischen HUB Organoids Holding B.V. will sich Merck die eigene Arzneimittelentwicklung beschleunigen.

 

Organoide, also Zellkulturmodelle, die funktionell einem Organ ähneln, haben großes Potenzial, ist man bei Merck überzeugt. Deshalb will man mit der Übernahme der niederländischen Organoids Holding B.V. das eigene Biologie-Portfolio erweitern. Konkret können Organoide dazu beitragen, die Entwicklung von Arzneimitteln zu beschleunigen, Behandlungen zu verbessern und die Abhängigkeit der Pharmaindustrie von Tierversuchen zu verringern. HUB gilt dabei als einer der Pioniere. Das Unternehmen hat seinen Sitz im niederländischen Utrecht und beschäftigt rund 70 Mitarbeiter. Zu den Übernahmebedingungen wollen sich beide Unternehmen nicht äußern. Die Transaktion soll aber schon Ende Dezember abgeschlossen sein.

„Die führende Position von HUB bei Organoiden und damit zusammenhängenden Dienstleistungen stärken das bereits robuste Portfolio von Merck und unterstreichen unseren Fokus auf den strategischen Innovationsbereich der Biologie der nächsten Generation“, sagt Jean-Charles Wirth, Leiter Science & Lab Solutions im Unternehmensbereich Life Science der Merck.

Ergänzung zum Merck-Portfolio

HUB verfügt über ein grundlegende Patentportfolio für Organoide und bietet ein Serviceangebot, das von der neuen Modellgeneration über die Testentwicklung bis hin zum Hochdurchsatz-Screening reicht. Die Technologie von HUB ermöglicht es Arzneimittelentwicklern, potenzielle klinische Kandidaten in einem patientenrelevanten In-vitro-System zu identifizieren und zu validieren, wodurch die Lücke zwischen dem Labor und den klinischen Studien geschlossen wird.

„Unsere firmeneigene Technologie steht an der Spitze von Lösungen, die einen Paradigmenwechsel in der Arzneimittelforschung und -entwicklung vorantreiben“, erklärt Robert Vries, CEO von HUB Organoids. „Die Ressourcen von Merck werden als Multiplikator für unser Geschäft fungieren. Dadurch können wir unsere Reichweite deutlich erhöhen und unseren Effekt beim Kunden und letztendlich beim Patienten vergrößern.“

Übernahme zielt auch Nachhaltigkeitsziele ab

Das Potenzial von Organoiden passt auch zu den Ambitionen von Merck in Bezug auf Nachhaltigkeit, Vielfalt und Inklusion. So seien Forscher durch die Verwendung von Organoiden weniger auf Tierversuche angewiesen, da Schritte im F&E-Prozess entfielen, heißt es von Merck. Das trge positiv zu ökologisch nachhaltigeren Alternativen bei. Organoide schaffen auch Möglichkeiten für genetisch vielfältige Populationen, was der Forschung zugutekommt. Sie ermöglichen es Wissenschaftlern, Arzneimittelwechselwirkungen in Patientengruppen, die in klinischen Studien unterrepräsentiert sind, besser zu verstehen.

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