Mehr Zuwanderung im Gesundheitswesen

von | Sep. 12, 2024

Anhoren

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2023 wurden in Deutschland ein Viertel mehr ausländische Berufsabschlüsse anerkannt als im Vorjahr. Gut zwei Drittel aller anerkannten Berufsqualifikationen entfallen auf das Gesundheitswesen.

 

Die Zahl der im Ausland erworbenen und in Deutschland anerkannten Berufsabschlüsse ist im Jahr 2023 weiter gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, nahm die Zahl der positiv beschiedenen Anerkennungsverfahren im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 um ein Viertel von 52.300 auf 65.300 zu. Damit war der Zuwachs deutlich größer als im Vorjahr (plus elf Prozent). Im Vergleich zum Jahr 2016 (26.200 anerkannte Abschlüsse), in dem das Statistische Bundesamt erstmals die Anerkennungen sowohl nach bundes- als auch landesrechtlich geregelten Verfahren erfasste, hat sich die Zahl der anerkannten Berufsabschlüsse mehr als verdoppelt.

Es sind vor allem Männer (58 Prozent), die einen ausländischen Abschluss anerkennen lassen. 94 Prozent der gestellten Anträge kommen außerdem von Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit.

Wie bereits in den Vorjahren wurden 2023 gut zwei Drittel (45.000 oder 69 Prozent) aller anerkannten ausländischen Berufsqualifikationen im Bereich der medizinischen Gesundheitsberufe verzeichnet. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Anerkennungen hier um 9.500 (plus 27 Prozent). Damit entfielen mehr als die Hälfte (36.700 oder 56 Prozent) aller Anerkennungen ausländischer Berufsabschlüsse auf die Pflege. Außerdem gab es in 9.500 (14 Prozent) Fällen eine Approbationserteilung. Erst dann kamen mit großem Abstand Ingenieure (fünf Prozent aller Anerkennungen), Lehrer (vier Prozent), Erzieher (drei Prozent) und Physiotherapeuten (drei Prozent).

Die meisten ausländischen Fachkräfte kamen aus der Türkei (zehn Prozent), gefolgt von Bosnien und Herzegowina, Philippinen und Tunesien mit jeweils sieben Prozent.

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