Medizinstudium: Viele Wege führen zum Erfolg

von | Okt. 18, 2024

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Ein Team der MedUni Wien hat nun in einer systematischen Review gezeigt, dass Lehrmethoden nicht entscheidend für den akademischen Erfolg im Medizinstudium sind.

 

Menschen sind individuell und das gilt auch für Medizin- und Zahnmedizinstudenten. Zumindest legt das eine systematische Review der MedUni Wien nahe, wonach der Erfolg im Studium von den individuellen Lerngewohnheiten abzuhängen scheint. Die Arbeit, die im Fachjournal Educational Psychology Review veröffentlich wurde, sagt klar: Universelle Lehrmethoden, die für alle Studenten funktionieren, existieren nicht – auch wenn Methoden wie das problemorientierte Lernen (PBL), praxisnahe Methoden oder E-Learning durchaus Vorteile haben.

Für die Übersichtsarbeit hat das Team der Research Unit für Curriculumentwicklung der MedUni Wien, die 49 Studien aus den Jahren 2000 bis 2023 ausgewertet. Sie konnten zeigen, dass tiefgehendes (Deep) und strategisches (Strategic) Lernen mit besseren akademischen Leistungen in der medizinischen und zahnmedizinischen Ausbildung verbunden sind. Oberflächliches (Surface) Lernen hingegen führt häufig zu schlechteren akademischen Leistungen, insbesondere angesichts der hohen Anforderungen in diesen Disziplinen.

Im Ergebnis glauben die Wissenschaftler, dass zukünftige Forschung verstärkt kognitive Neurowissenschaften in die Hochschulausbildung integrieren sollte, um die Studenten zu ermutigen, ihre neurobiologischen Grundlagen des Lernens besser zu verstehen. Dieser Ansatz könnte es ermöglichen, die Lernprozesse der Studierenden gezielter zu fördern und ihnen zu helfen, ihr volles Potenzial zu entfalten, heißt es aus Wien.

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