Medavis übernimmt Meddream

by | Jun 26, 2024

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Enterprise Viewer von Meddream soll vor allem das bestehende radiologischen Workflow-Portfolio von Medavis ergänzen.

 

Eine weitere strategische Akquisition von Medavis: Ab sofort gehört die in Litauen ansässige Meddream zur Unternehmensgruppe. Ein entsprechender Kaufvertrag zur Übernahme wurde heute unterzeichnet. Im Fokus steht hier vor allem der medizinische Zero-Footprint-Viewer von Meddream. Dahinter verbirgt sich eine Lösung, die einen schnellen wie sicheren Zugriff auf wichtige Untersuchungs- und Patentendaten über mehrere Plattformen hinweg ermöglicht. Einzige Voraussetzung: eine Internetverbindung.

Auch deshalb sei der Zusammenschluss ein strategischer Schritt, betont man bei Medavis. Das eigene Portfolio werde durch den leistungsstarken Enterprise Viewer von Meddream verstärkt. Denn er ist nicht nur in verschiedenen medizinischen Fachrichtungen einsetzbar, sondern soll auch zum wesentlichen Bestandteil des Medavis Überweiser- und Patientenportals werden und damit den gesamten Behandlungspfad der Patienten unterstützen.

„Ein perfekter radiologischer Workflow – von der Terminbuchung bis zur Übermittlung von Bildern und Befunden an Zuweiser – ist unser Anspruch“, sagt Michael Mauer, Chief Product Officer der Medavis Gruppe. „Hier fügt sich Neuzugang Meddream als innovativer Baustein mit Fokus auf Bildmanagement für Befundung und Präsentation ideal ein.“

Auch bei Meddream freut man sich über die neuen Möglichkeiten im Zusammenschluss und ist überzeugt, dass die entstehenden Synergien die Produktentwicklung beschleunigen, den Cloud-Support erweitern und den Mehrwert für Kunden, OEM-Anbieter und Distributoren erhöhen werden.

Meddream verfügt über ein erfahrenes Team in Kaunas, Litauen und sei international hervorragend im OEM-Geschäft positioniert, heißt es von Medavis. Das würden die weltweit mehr als 400 Partner unterstreichen. Zudem sei der Meddream Viewer als Medizinprodukt der Klasse IIB nach europäischer Medizinproduktverordnung zertifiziert und auch von der US-Arzneimittelaufsicht FDA für diagnostische Zwecke zugelassen. Zertifizierungen für weitere Länder würden den hohen Qualitäts- und Sicherheitsanspruch unterstreichen.

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Gemüsekohl für die Gesundheit

Forscher des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau haben jene Kohlsorten identifiziert, die besonders wertvolle Pflanzenstoffe für den Menschen beinhalten. Wie die sich auf die Gesundheit auswirken, wird nun in einer Interventionsstudie untersucht.

Grün und vielfältig sollte sie sein, unsere Ernährung. Und einem Gemüse kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: Gemüsekohl. Am Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) gibt es mit dem Projekt SharpGreens sogar ein eigenes Forschungsprojekt, das jetzt in die zweite Phase startet. Die wissenschaftliche Fragestellung: Wie beeinflusst eine vielfältige Ernährung reich an Gemüsekohl die Gesundheit? Die humane Interventionsstudie wird gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Freiburg umgesetzt. Erforscht werden sollen vor allem die Auswirkungen auf die Immunfunktionen und das Darmmikrobiom.
Der Interventionsstudie ist eine intensive erste Projektphase vorangegangen, für die am IGZ in den vergangenen 30 Jahre eine umfassende Analytikplattform für sekundäre Pflanzenstoffe und ihre Abbauprodukte entwickelt wurde. Im Fall des Gemüsekohls geht es um die sogenannten Glucosinolate, die beim Verzehr enzymatisch zu gesundheitsfördernden Abbauprodukten, den Isothiocyanaten, umgewandelt werden können. Diese Substanzen haben entzündungshemmende, antikanzerogene und antimikrobielle Eigenschaften. Bisher wurden mehr als 100 verschiedene Glucosinolate in Pflanzen identifiziert, wobei die Wirksamkeit ihrer Abbauprodukte stark variieren kann.
Über 300 Kohlsorten kultiviert
Im Rahmen des Projekts SharpGreens kultivierte das Team von Projektleiterin Dr. Katja Witzel im letzten Jahr 300 Genbank- und 17 kommerzielle Kohlsorten am IGZ und analysierte die Glucosinolat-Gehalte und Abbauprodukte. Dabei wurden 24 Kohlsorten mit verbesserten Glucosinolat-Gehalten und gewünschten -Abbauprofilen identifiziert. Diese stammen aus verschiedenen Regionen, darunter Kohlrabi aus der ehemaligen DDR, Blumenkohl-Sorten aus Italien, Weißkohl aus Japan und Spanien, Grünkohl aus Schweden und bulgarischer Rotkohl. Zur weiteren Aufklärung des enzymatischen Glucosinolat-Abbaus wurde das Proteom aller Kohlsorten am IGZ analysiert und ergänzend dazu eine genomweite Assoziationsstudie vom Projektpartner Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) durchgeführt.
In der nun gestarteten zweiten Projektphase werden die ausgewählten Kohlsorten in der Interventionsstudie am Universitätsklinikum Freiburg unter der Leitung von Prof. Dr. Evelyn Lamy eingesetzt. Es wird untersucht, ob der Verzehr einer vielfältigeren Gemüsekohl-Diät die Gesundheit beeinflusst und ob diese Effekte auf den hohen Gehalt an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen oder die Pflanzenvielfalt zurückzuführen sind. Die Probanden erhalten dafür in einem randomisierten Crossover-Versuch vier verschiedene Gemüsekohl-Diäten, die aus gefriergetrockneten Kohlpflanzen am IGZ hergestellt werden und definierte Mengen an bioaktiven Substanzen enthalten. Außerdem wird der Einfluss der Vielfalt an Gemüsekohl in der Ernährung auf die Zusammensetzung des Darmmikrobioms untersucht.
Bewusstsein für Vielfalt fördern
Die Forschungsergebnisse sollen anschließend über verschiedene Formate wie Kochevents, Feldführungen und Ausstellungen an die Öffentlichkeit kommuniziert werden. Ziel ist es, das Bewusstsein für den Erhalt der Artenvielfalt in der Landwirtschafft sowie eine vielfältige pflanzenbasierte Ernährung zu fördern. Unterstützt werden die Forscher dabei von proWissen Potsdam e.V. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert SharpGreens im Rahmen der Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt (FEdA) und der Richtlinie zur Erforschung der Zusammenhänge zwischen Biodiversität und menschlicher Gesundheit (BiodivGesundheit2) mit 1,1 Millionen Euro für einen Zeitraum von drei Jahren.

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