Mecklenburg-Vorpommern fördert Stent-Verbundforschung

by | Apr 12, 2024

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Rund Zehn Millionen Euro bekommen die Rostocker Cortronik GmbH und ihre Partner zur Erforschung einer neuen Generation Stents.

 

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat den Fördermittelbescheid persönlich bei Cortronik in Rostock übergeben. Mit knapp zehn Millionen Euro fördert das Land die Verbundforschung des Unternehmens zur nächsten Generation von Stents. Gemeinsam mit dem Institut für Implantattechnologie und Biomaterialien e.V., der Bioserv Analytik und Medizinprodukte GmbH sowie dem Institut für Biomedizinische Technik an der Universitätsmedizin Rostock will Cortronik dafür sorgen, dass Patienten notwendige Gefäßoperationen in Zukunft besser bewältigen. Basis dafür ist ein sogenannter gecoverter Stent, bei dem das Drahtgeflecht der Gefäßprothese von einem folienartigen Material bedeck ist, so dass ein geschlossenes Rohr entsteht.

Dabei liegt der Forschungsfokus darauf, diese „Cover“ aus Herzbeutelgewebe und innovativen Kunststoffen herzustellen, so dass sie biokompatibel sind. Die Vorteile, so die Hoffnung der Forscher, wären bessere Verarbeitungs- und Gebrauchseigenschaften. Durch die Ummantelung aus biologischem Gewebe oder innovativen Kunststoffen mit gerinnungshemmenden Eigenschaften können sogar negative Spätfolgen verhindert werden.

Mit der Förderung des Wirtschaftsministeriums, die aus Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung bestritten werden, kann der Forschungsverbund etwa zwei Drittel der Gesamtinvestitionen decken. Für Wirtschaftsminister Reinhard ist die Förderung klar auch eine Investition in die Zukunft des Bundeslandes: „Entscheidend ist, dass wir im Ergebnis der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft zu mehr international marktfähigen Produkten und Verfahren kommen. Das stärkt die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern und soll zukunftsorientierte sowie gut bezahlte Arbeitsplätze schaffen und sichern.“

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