Lancet-Kommission: Gesundheit von Jugendlichen gefährdet

von | Mai 21, 2025

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In ihrem zweiten globalen Bericht sorgt sich die Lancet-Kommission um Gesundheit und Wohlbefinden von Jugendlichen. Viele Probleme wären vermeidbar.

 

Es sind nicht länger Risiken wie Rauchen oder Alkohol, die die Gesundheit von Jugendlichen gefährden, sondern vielmehr HIV, frühe Schwangerschaften, Depressionen oder schlechte Ernährung. Das geht aus dem zweiten globalen Bericht der Lancet-Kommission für die Gesundheit und das Wohlbefinden von Jugendlichen hervor. Rund 1,1 Milliarden Heranwachsenden im Alter von zehn bis 24 Jahren seien gefährdet. Und das liegt vor allem daran, dass bereits 2030 mehr als die Hälfte aller Jugendlichen in Ländern  mit einer schlechteren Gesundheitsversorgung leben wird. Vor allem Afrika werden 2100 45,5 Prozent der Jugendlichen leben. 2024 waren es 24,4 Prozent. Zum Vergleich: 2024 lebten in Europa 6,2 Prozent aller Jugendlichen, 2100 werden es nur noch 4,9 Prozent sein.

Es ist aber nicht nur eine schlechtere Gesundheitsversorgung eine Gefahr für die Jugendlichen. Genauso besorgniserregend sei die Zahl der Heranwachsenden mit Übergewicht. Für 2030 rechnen die Wissenschaftler bereits damit, dass 24 Prozent aller weiblichen und 23 alle männlichen Jugendlichen übergewichtig oder sogar adipös sein werden. Allerdings war der Prozentsatz mit 21, respektive 19 Prozent schon hoch.

Anders als man zunächst vermuten möchte, steigt vor allem in einigen Ländern Asiens und Afrikas die Zahl der Jugendlichen mit Übergewicht. Hier spricht der Report von einer Verachtfachung in nur drei Jahrzehnten. In Ländern mit hohem Einkommen ist man hier hingegen schon „weiter“, dort gefährden vor allem Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen oder chronische Atemwegserkrankungen die Gesundheit.

Viele Probleme vermeidbar

Was indes positiv an den Ergebnissen ist: Viele der Gesundheitsprobleme ließen sich vermeiden, allerdings sei hierfür ein gezieltes Eingreifen nötig. Derartige Investitionen würden sich jedoch auszahlen, schreibt das Team um Sarah Baird von der George Washington University, denn sie kommen nicht nur den heute zehn bis 24-Jährigen zu Gute, sondern auch den künftigen Erwachsenen, die das Gesundheitssystem in Zukunft weniger belasten, sowie der nächsten Kindergeneration.

Allerdings müsse man dafür an vielen Stellen ansetzen, dass die heutigen Jugendlichen auch die erste Generation ist, die ihr Leben lang die wachsenden Auswirkungen der Klimawandels erlebt. Hinzu kämen weltweite Konflikte und ihr Aufwachsen in einer deutlich stärker digitalisierten Welt, was vor allem auf mentaler Ebene zu gesundheitlichen Herausforderungen führen könne.

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