Kvantify bringt neue Softwarekomponente auf den Mark

von | Okt. 11, 2024

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Die neue physikbasierte Bindungsaffinitätssoftware des dänischen Startups Kvantify punktet mit hoher Präzision und Geschwindigkeit in der Wirkstoffforschung.

 

Normalerweise ist es der technologische Fortschritt, den man sich beim erst 2022 gegründeten dänischen Startup Kvantify zunutze macht. Doch dieses Mal setzt man für die neue Komponente zur Bindungsaffinität als Ergänzung für die eigene Wirkstoffforschungsplattform auf Physik. Das habe den Vorteil, dass für die neue Methode weder eine manuelle Einrichtung noch Parametrierung erforderlich ist, erklärt Co-Gründer und CEO Hans Henrik Knudsen: „Da unser Ansatz vollständig physikalisch basiert ist, sind im Gegensatz zum maschinellen Lernen und anderen KI-basierten Methoden keine Trainingsdaten erforderlich.”

Die Bindungsaffinität ist ein Schlüsselparameter in der Wirkstoffforschung, der sich auf die Stärke der Wechselwirkung zwischen einem Wirkstoff – oder einem Molekül – und seinem Zielprotein bezieht. Ein Molekül muss stark mit einem biologischen Ziel interagieren, um eine therapeutische Wirkung zu erzielen, und deshalb ist diese Berechnung für die Wirkstoffforschung von zentraler Bedeutung. Die große Herausforderung: Bei der Entwicklung neuer Arzneimittel besteht eine nahezu unendliche Anzahl möglicher Variationen und Veränderungen. Deshalb sind schnelle und präzise Berechnungen so wichtig.

„Aktuelle Benchmark-Tests zeigen, dass unser Bindungsaffinitätstool bei gleicher Genauigkeit 100-mal schneller ist als vergleichbare State-of-the-Art-Methoden”, berichtet Knudsen weiter.

Auf der Überholspur

Die positiven Nachrichten scheinen sich bei Kvantify derzeit zu häufen. Erst Ende Mai konnte das noch junge Unternehmen eine strategische Partnerschaft mit Tetra Pharm Technologies bekanntgeben. Im Juli folgte das eine erste Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von zehn Millionen Euro. Damals hatten Knudsen und seine Kollegen betont, dass die Investition die Entwicklung der innovativen Lösungen von Kvantify beschleunigen wird, um komplexe Probleme in der Arzneimittelforschung und darüber hinaus zu lösen. Und genau das scheint nun eingetroffen.

Für Aufsehen hatte die Runde im Juli allerdings nicht nur wegen ihres Umfangs gesorgt. Auch strategisch scheinen die Investoren, das dänische VC Dreamcraft, Biotech-Investor Lundbeckfonden BioCapital und die private Investmentgesellschaft 2degree, ein Match zu sein.

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