Krimi um Change Healthcare noch nicht vorbei

by | Apr 23, 2024

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Die Kommunikation rund um die Cyberangriffe auf die United Health Tochter Change Healthcare bleibt undurchsichtig. Das Unternehmen selbst beziffert den Schaden mittlerweile im hohen dreistelligen Millionenbereich.

 

Die Datenpanne betrifft wahrscheinlich einen „beträchtlichen Teil der Menschen in den USA“, musste die United Health Group nun bekanntgeben. Im Februar hatte der Ausfall der Abrechnungssysteme der United Health Tochter Change Healthcare für große finanzielle Schwierigkeiten im gesamten US-Gesundheitswesen gesorgt. Erst nach einer Zahlung von umgerechnet 22 Millionen Euro in Bitcoin haben die Hacker die Systeme wieder freigegeben. Allerdings seien wohl schon bei diesem Angriff zahlreiche personenbezogene Daten und geschützte Gesundheitsinformationen gestohlen worden.

Im April versuchte dann RansomHub erneut Lösegeld von Change Healthcare für die Daten zu erpressen. Forscher glauben nach wie vor, dass sich bei den ersten Angreifern Alphv/BlackCat und RansomHub um dieselbe Gruppierung handelt. Nachdem letzte Woche die Anfang April gesetzte Frist abgelaufen war, wurden eine Reihe von Screenshots der mutmaßlich erbeuteten Daten veröffentlicht, die mit der Bestätigung der Datenpanne nun wieder gelöscht wurden. Insider vermuten, dass eventuell erneut Lösegeld geflossen sein könnte, was auch CNBC in einem Bericht unterstreicht.

Bei United Health betont man, dass die Aufarbeitung des Falls noch andauere. United Health CEO Andrew Witty bezifferte den bisherigen Schaden vergangene Woche in einem Analystencall auf knapp 900 Millionen US-Dollar, wobei die Summe noch einmal deutlich steigen könnte. In dem Zusammenhang betonte er, dass es ein „Angriff auf das US-Gesundheitswesen war, der darauf ausgelegt war, maximalen Schaden anzurichten“.

 

 

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