KRH und MHH gründen Lungen-Thorax-Centrum

von | Juli 3, 2026

Gemeinsam auf dem Weg zu einem der größten und leistungsfähigsten Zentren für Lungen- und Thoraxmedizin in Deutschland: Die Verantwortlichen von KRH und MHH. Quelle: KRH Klinikum Region Hannover

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Das Klinikum Region Hannover und die Medizinische Hochschule Hannover gründen gemeinsam das Niedersächsische Lungen-Thorax Centrum Hannover.

 

 

Es soll eines der größten und leistungsfähigsten Zentren für Lungen- und Thoraxmedizin in Deutschland werden. Dafür bündeln das Klinikum Region Hannover (KRH) und die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) nun ihre Kräfte. Heute haben beide Parteien einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterzeichnet, der die Gründung des Niedersächsischen Lungen-Thorax-Centrums Hannover MHH-KRH regelt.

„Mit der Unterzeichnung des Gründungsvertrags heben wir unsere bereits enge Zusammenarbeit auf eine neue, verbindliche Ebene“, sagt Dr. Matthias Bracht, Geschäftsführer Medizin im KRH. „Wir schaffen damit die Grundlage für eine noch engere Verzahnung unserer Kompetenzen und setzen zugleich ein starkes Signal für die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in der Region.“

Auch Prof. Dr. Frank Lammert, Vorstand Krankenversorgung der MHH, betont die Bedeutung dieses Schritts: „Das Lungen-Thorax-Centrum steht für exzellente Qualität der Zusammenarbeit über Klinik- und Trägergrenzen hinweg. Unseren Patientinnen und Patienten kommen künftig die gebündelte Expertise, aufeinander abgestimmte Behandlungsprozesse und die bestmöglichen Therapien zugute.“

Ziel des neuen Zentrums ist es, die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Lungen- und Atemwegserkrankungen in der Region Hannover und darüber hinaus nachhaltig zu verbessern. Indem Ressourcen gemeinsam genutzt werden, sollen Wartezeiten vermieden sowie Diagnostik und Therapie weiter optimiert werden. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre intensiviert und die Basis für klinische Studien ausgebaut werden.

KRH und MHH sind in Lungenheilkunde und Thoraxchirurgie bereits gut aufgestellt. Das KRH Klinikum Siloah bietet eine umfassende Versorgung mit Schwerpunkten in der pneumologischen Onkologie, interventionellen Bronchologie und Beatmungsmedizin. Die MHH verfügt über international ausgewiesene Expertise insbesondere bei seltenen Lungenerkrankungen und in der Lungentransplantation. In der Thoraxchirurgie sind beide Einrichtungen ebenfalls stark aufgestellt.

Mit dem LTC entsteht nun ein gemeinsames Dach für die abgestimmte ambulante und stationäre Versorgung sowie für die Aus-, Fort- und Weiterbildung und die klinische Forschung. Einheitliche Behandlungsstandards, ein standortübergreifendes Patientenmanagement und gemeinsame Qualitätsstrukturen sollen eine leitliniengerechte und hochqualitative Versorgung sicherstellen. Organisatorisch bleibt das Zentrum eine partnerschaftliche Struktur ohne Fusion der beteiligten Einrichtungen. Die klinischen Bereiche verbleiben an den jeweiligen Standorten in ihrer bisherigen Trägerschaft, werden jedoch durch eine gemeinsame Leitung sowie ein paritätisch besetztes Lenkungsgremium strategisch gesteuert.

Das Niedersächsische Lungen-Thorax-Centrum hat zum 1. Juli 2026 offiziell die Arbeit aufgenommen. Ziel ist es, in Hannover ein international sichtbares Spitzenzentrum für Lungen- und Thoraxmedizin zu etablieren und damit ein Vorbild für die sektoren- und trägerübergreifende Zusammenarbeit im deutschen Gesundheitswesen zu schaffen.

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