Für eine maximale Transparenz und Planungssicherheit kommuniziert die schleswig-holsteinische Gesundheitsministerin heute den Zwischenstand zur Umsetzung der Krankenhausreform.
Die regionalen Gespräche zur Umsetzung der Krankenhausreform in Schleswig-Holstein sind abgeschlossen. Entsprechend teilte Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken in einem Pressegespräch heute mit, dass für das nördlichste Bundeslang mit sechs Versorgungsregionen geplant wird.
„Es ist noch ein längerer Weg, bis die Kliniken Ende 2026 verbindlich die jeweiligen Leistungsgruppen per Bescheid zugewiesen bekommen und damit die zukünftigen medizinischen Angebote im Einzelnen feststehen. Auf Basis des bundesgesetzlichen Rahmens und der eingereichten Anträge lassen sich jedoch bereits jetzt grundsätzliche voraussichtliche Klinikstrukturen für Schleswig-Holstein ableiten“, erläutert Decken die offene Kommunikation, da eine größtmögliche Transparenz sowie Planungssicherheit das Ziel seien.
Dass es auch in Schleswig-Holstein zu Anpassungen, stärkeren Spezialisierungen und Schwerpunktbildungen kommen wird, nahm die Ministerin heute schon vorweg. Aber man könne auf einer bewährten Klinikstruktur aufbauen, die zum Teil bereits Entwicklungen durchlaufen habe, die den Zielen der Reform entsprechen würden. „Wir wollen die wohnortnahen Leistungen der Grund- und Basisnotfallversorgung möglichst stärken und komplexe, personalintensive Leistungen dort bündeln, wo sie auch dauerhaft routiniert und in der hierfür erforderlichen Qualität erbracht werden können.“, betont von der Decken.
Patientenströme definieren Regionen
Die Planung berücksichtige auch die länderspezifischen Besonderheiten: Flächen einerseits, Halligen und Inseln andererseits sowie die Grenzen zu Dänemark und zur Metropolregion Hamburg. Entsprechend habe man sich bei der Planung der Versorgungsregionen an den tatsächlichen Patientenströmen orientiert. Beispiel Versorgungsregion Süd-West: Aufgrund der Nähe zu Hamburg, liegt der zentrale Anker für diese Region mit dem Klinikum Itzehoe deutlich nördlicher.
Die Versorgungsregion Mitte wurde so gewählt, dass hier auch überregionale Versorgungsaufgaben übernommen werden können, wo das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel, das Städtische Krankenhaus Kiel sowie das Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster zentrale Rollen übernehmen sollen.
Die Landesregierung betont jedoch auch, dass es sich hierbei um einen Planugsstand handelt, der noch nicht alle Standorte berücksichtig. Auch stünden noch Prüfungsergebnisse des Medizinischen Dienstes Nord aus.




