Knapp sechs Millionen Euro für Schweizer KI-Unternehmen

by | May 3, 2024

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Die Schweizer Ikerian AG sammelt mit einer Serie-A-Erweiterungsrunde umgerechnet 5,8 Millionen Euro ein. Bestehende Investoren glauben an das Konzept.

 

Die Ikerian AG sowie die Tochter RetinAI U.S. Inc. haben sich auf Softwarelösungen für medizinisches Bild- und Datenmanagement spezialisiert. Und wie die Versalien bereits andeuten: Künstliche Intelligenz spielt dabei eine entscheidende Rolle. Damit konnten sie nun erneut ihre bereits investierten Kapitalgeber überzeugen. Umgerechnet 5,8 Millionen Euro gab es in einer Serie-A-Erweiterungsrunde. Beteiligt sind unter anderem der Corporate Venture Capital Arm von Topcon Healthcare Inc., die Zürcher Kantonalbank oder der btov Industrial Technologies Fund.

Mit der Erweiterung hat das Unternehmen dann umgerechnet insgesamt knapp elf Millionen Euro eingeworben. Auch eine Serie-B-Finanzierung sei bereits eingeleitet, um weiteres Wachstum zu finanzieren. Vor allem will man sich außerhalb der Ophthalmologie entwickeln. Dafür wurde die Unternehmensstruktur bereits neu aufgesetzt. Aus der RetinAI Medical AG wurde die Ikerian AG. Die RetinAI U.S. Inc. soll sich als hundertprozentige Tochter auf die Augenheilkunde konzentrieren.

Produkte von RetinAI finden bei Unternehmen der Pharmabranche und Biowissenschaften Abnehmer, zunehmend aber auch bei augenärztlichen und optometrischen Klinken. Basis dafür ist die Real-World-Evidence-Datenbank von RetinAI für Augenkrankheiten, einschließlich geografischer Atrophie (GA), neovaskulärer altersbedingter Makuladegeneration (nAMD) und diabetischer Retinopathie (DR), bei denen Augen-Biomarker eine Rolle bei der Diagnose und Krankheitsüberwachung spielen. Das Unternehmen unterstützt seine Kunden bei der Bewertung der realen Ergebnisse in verschiedenen Patientenpopulationen auf der Grundlage von KI-Erkenntnissen über diese Biomarker.

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