Kleinstes Klinikum in MeckPomm gerettet

by | Jan 11, 2024

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Nach rund fünf Monaten Insolvenzverfahren ist die Warnow-Klinik in Bützow gerettet. Gläubiger verzichten auf etwa 85 Prozent der Außenstände.

Mit nur 71 Betten ist das kleinste Krankenhaus in Mecklenburg-Vorpommern und musste im Juli vergangenen Jahres Insolvenz anmelden. Nun können die rund 190 Mitarbeitenden der Warnow-Klinik genauso aufatmen wie die Anwohner der Region. Die Übernahme durch den neuen Mehrheitsgesellschafter Curiates ClinicCare GmbH ist mit der Annahme des Insolvenzplans durch das Amtsgericht Rostock bestätigt. Der Standort bleibt erhalten und auch ein Personalabbau sei nicht geplant. Ebenso bleibt die Stadt Bützow Gesellschafterin. Insgesamt hatten sich knapp zehn Millionen Euro Schulden angehäuft. Der Insolvenzplan kam zu Stande, weil die Gläubiger auf etwa 85 Prozent ihrer Außenstände verzichten.

Besonders interessant ist der Fall, weil die Güstrower Curiates-Gruppe mehrere Medizinische Versorgungszentren in der Region betreibt. Mit dem Standort Bützow kommt nun erstmals ein stationärer Versorger hinzu – bewusst, wie Curiates-Chef Dr. Marco Krüger betont. Er setzt in Zukunft auf eine enge Verzahnung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung. Hier soll die Klinik in Bützow zu einer Art Pilotprojekt werden.

Erleichtert zeigt sich Insolvenzverwalterin Ulrike Hoge-Peters von der auf Insolvenzrecht spezialisierten Rechtsanwaltskanzlei HGW: „Es waren herausfordernde Monate. Ich freue mich, dass wir die Warnow-Klinik mit vereinten Kräften retten konnten. Ich danke vor allem den Mitarbeitern, von denen der größte Teil der Klinik trotz der unsicheren Perspektive die Treue gehalten hat.“

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