Finanzinvestor KKR startet einen erneuten Anlauf, den britischen REIT Assura zu übernehmen. Das Angebot stößt allerdings wieder nicht auf Resonanz.
Es ist nicht das erste Angebot, dass Finanzinvestor KKR dem britischen REIT Assura macht. Und es ist nicht das erste Übernahmeangebot, das abgelehnt wird. Gemeinsam mit der britischen Pensionskasse Universities Superannuation Scheme (USS) hat KKR 0,48 Pfund pro Aktie (umgerechnet 0,58 Euro) geboten. Nach gründlicher Prüfung hat der Vorstand allerdings abgelehnt. Die Begründung: Mit einer Bewertung von 1,6 Milliarden Pfund (1,93 Milliarden Euro), die das Übernahmeangebot impliziert, seien sowohl Assura als auch die langfristigen Aussichten erheblich unterbewertet. Damit kassiert KKR die wohl insgesamt vierte Absage aus Großbritannien.
Assura hat sich auf die Entwicklung von auf den Gesundheitssektor zugeschnittenen Immobilien in Großbritannien und Irland spezialisiert – und das mit Erfolg. Zuletzt konnte das Unternehmen im November 2024 ein Plus von acht Prozent bei den Nettomieteinnahmen auf 76,7 Millionen Pfund (92,33 Millionen Euro) verzeichnen. Der Wert der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien betrug 3,1 Milliarden Pfund (3,73 Millionen Euro).
Obwohl KKR zunächst eine rote Karte kassierte, ging es für den Aktienkurs von Assura dennoch deutlich bergauf – in den letzten fünf Tagen um rund acht Prozent. Gemäß Regel 2.6(a) des Kodex muss KKR bis zum 14. März ein weiteres Angebot vorlegen oder ankündigen, dass es nicht beabsichtigt, ein Angebot abzugeben.
Von Assura heißt es in einem Statement, dass der Vorstand weiterhin von den langfristigen Aussichten des Unternehmens überzeugt ist und glaubt, dass das Unternehmen gut positioniert ist, um Mehrwert für die Aktionäre zu schaffen.


