KI in der Medizin gewinnt an Akzeptanz

by | Mar 8, 2024

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Umfragen zeigen: Sowohl Patienten als auch Ärzte sehen das Potenzial der KI in der Medizin – trotz Bedenken wegen Datenschutz und möglicher Fehldiagnosen.

 

KI in der Medizin erfährt immer mehr Akzeptanz. Patienten sehen darin vor allem die Chance auf eine bessere Versorgung, etwa durch optimierte Therapieauswahl und effizientere Abläufe. Allerdings werden auch Bedenken bezüglich Cyber-Risiken und undurchsichtiger Entscheidungen laut, wie eine wie aktuelle Befragung der Unternehmensberatung  Deloitte zeigt. Auch Ärzte teilen die Datenschutzbedenken und warnen vor möglichen Fehldiagnosen.Trotzdem fällt auch ihre generelle Bewertung von KI positiv aus. In einer aktuellen Umfrage des Ärztenachrichtendienstes gab sogar ein Viertel der Mediziner an, dass KI potenziell Teile der Arbeit von Medizinischen Fachangestellten ersetzen könnte.

KI mehr Chance als Risiko

Eine Medizin, bei der die Menschen stärker im Mittelpunkt stehen, erhoffen sich zahlreiche Befragte von dem Einsatz künstlicher Intelligenz. So sieht die Mehrheit der Verbraucher laut Deloitte-Umfrage in der Nutzung von KI mehr Möglichkeiten als Risiken. 61 Prozent betrachten den Einsatz von KI-Technologie als Chance. Für die Hälfte steht dabei die Unterstützung der Ärzte bei der Therapieauswahl an erster Stelle. Zudem erhoffen sich die Patienten effizientere Abläufe, damit die Ärzte mehr Zeit für sie als Patienten haben (47 Prozent) und auch der Therapieverlauf optimal verläuft (45 Prozent). Trotz der Ingesamt positiven Einschätzungen hegen 43 Prozent der Befragten weiterhin Bedenken hinsichtlich potenzieller Gefahren von Datenverlusten. Ingesamt zeigt die Umfrage aber, dass nur wenige (26 Prozent) Befragte den Einsatz von KI als Risiko wahrnehmen. Tatsächlich ist für knapp jeden Zweiten (46 Prozent) die Bedeutung von KI so groß, dass sie die Arztwahl beeinflusst: 25 Prozent würden zu einem anderen Arzt wechseln, der KI einsetzt, während 21 Prozent den aktuellen Arzt verlassen würden.

Immer mehr KI in Deutschlands Praxen 

Die Deloitte-Zahlen korrespondieren zudem auch mit der Befragung des Ärztenachrichtendienstes unter 843 niedergelassene Haus- und Fachärzte aus ganz Deutschland. AuÄrzte im ambulanten Bereich verfolgen die Fortschritte von KI aufmerksam. Die Mehrheit der Ärzte (60 Prozent) hält ihren Einsatz im Gesundheitswesen für sinnvoll. Besonders in den Bereiche Dokumentation (84 Prozent) und Diagnose (73 Prozent) werden diese als potenziell hilfreich bewertet. Allerdings gibt es auch Bedenken. 67 Prozent fürchten, dass die Verantwortlichkeit bei Fehldiagnosen problematisch werden könnte, und rund die Hälfte (51 Prozent) ist besorgt über einen möglichen Verlust des persönlichen Arztkontakts durch den verstärkten Einsatz von KI. Trotzdem zeigen sich 80 Prozent der Befragten interessiert daran, mehr Informationen über die Entwicklung von KI im medizinischen Bereich zu erhalten.

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