KI: Grenzen der Krebsforschung erweitern

von | Mai 27, 2025

Anhoren

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Ein internationaler Zusammenschluss aus Wissenschaftlern, Technologie- und KI-Experten setzt in Großbritannien ein neues Projekt auf, das die Krebserkennung und -evaluation deutlich verbessern soll.

 

Krebsforschung trifft auf Technologie-Knowhow trifft auf KI-Kompetenz: In Großbritannien haben sich The Royal Marsden NHS Foundation Trust, die japanische NTT Data und der amerikanische Radiologie-KI-Pionier Carpl.ai zusammengeschlossen, um einen neuen KI-gestützten Radiologie-Analyseservice zu entwickeln.

Gerade in der Radiologie ist Künstliche Intelligenz lange im Einsatz. Im Rahmen der Forschungsinitiative hat the Royal Marsden nun einen KI-Algorithmus entwickelt, der sowohl in der Krebserkennung als auch -evaluation deutlich besser, weil genauer, ist. Konkret geht es um Sarkome, Lungen-, Brust-, Hirn- und Prostatakrebs – wo dank der neue Lösung schnellere Reaktionszeiten sowie genauere Diagnose möglich sein sollen.

Der neue Service läuft auf einer klinischen MLOps-Bildgebungsplattform, die von NTT Data aufgebaut und betrieben wird. MLOps steht für Machine Learning Operations und beschreibt den automatisierten und standardisierten Prozess von der Entwicklung, Bereitstellung und Überwachung maschineller Lernmodell über den gesamten Lebenszyklus hinweg.

NTT Data hat hierfür eine maßgeschneiderte KI-Computing-Lösung entwickelt, die hochleistungsfähige Dell-Server und die neueste GPU-Verarbeitungsleistung (GPU steht für Graphics Processing Unit) nutzt. Orchestriert wird das ganze dann von der Carpl.ai-Plattform, die beim Testen und Verwalten von KI-Algorithmen unterstützt und eine große Sammlung von KI-Modellen für die Radiologie umfasst.

„Der neue Service ist ein hervorragendes Beispiel für die Innovationskraft von KI und konkret für den ethischen und sicheren Einsatz im Gesundheitswesen“, betont Oliver Köth, Chief Technology Officer bei NTT Data DACH. „Abgesehen von der MLOps-Plattform für Bildanalyse, die wir konzipiert haben, unterstützen wir die Forscher am The Royal Marsden auch dabei, neue KI-Tools in realen Krankenhausumgebungen zu testen und Erkenntnisse aus unterschiedlichen Algorithmen zu gewinnen.“

„KI hat ein immenses Potenzial, Kliniker dabei zu unterstützen, Krebs früher und präziser zu diagnostizieren und zu behandeln“, sagte Dow-Mu Koh, Professor für funktionelle Krebsbildgebung und beratender Radiologe für funktionelle Bildgebung am Royal Marsden. „Durch die Zusammenarbeit mit NTT Data und Carpl.ai haben wir eine skalierbare Forschungsumgebung geschaffen, die es uns ermöglicht, das volle Potenzial der KI sicher und auf eine Weise zu erforschen, die eines Tages die Krebsdiagnose und -behandlung im gesamten NHS verändern könnte.“

Mit Inbetriebnahme der Lösung wollen Forschungsteams des Royal Marsden gleich eine Reihe von KI-Modellen für verschiedene Krebsarten im Rahmen klinischer Studien bewerten. Durch die zentrale Schnittstelle von Carpl.ai sowie integrierte Überwachungswerkzeuge können die Forschungsteams zudem auch die Leistung der Modelle im Laufe der Zeit verfolgen, was schnellere Rückkopplungsschleifen zwischen Entwicklung und Einsatz ermöglicht – ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur klinischen Umsetzung, ist der Zusammenschluss überzeugt. NTT Data wird auch diese Projektphase am Royal Marsden eng begleiten, heißt es.

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