Wie gut sind die Gesundheitsempfehlung der KI? Das wollte Lebenskraftpur wissen und hat die fünf führenden Large Lange Modelle 25 Ernährungsformen bewerten lassen.
Weil immer mehr Menschen bei gesundheitsrelevanten Fragen auf Large Language Models wie ChatGPT zurückgreifen, wollte der Nahrungsergänzungsmittelhersteller Lebenskraftpur wissen, welche Ernährungsformen die KI empfiehlt. 25 Optionen gab es für die fünf führenden KI-Systeme zur Auswahl, die sie auf einer Skala von 0 bis 100 bewerten konnten. Den Spitzenplatz mit einer durchschnittlichen Bewertung von 94,6 Punkten sicherte sich die mediterrane Ernährung. Aber auch Vegetarismus und Veganismus schnitten gut ab, während eine rein tierbasierte Ernährungsweise kaum Unterstützung fand.
Weit vorn in der Rangliste liegen zudem die DASH-Ernährung (91,6 Punkte), die durch eine fettarme Ernährung mit viel Obst und Gemüse die Lebenserwartung erhöhen und den Blutdruck senken soll. Es folgen Flexitarismus (90,2 Punkte), Pescetarismus (88,2 Punkte) sowie die traditionelle Ernährung (86 Punkte), die auf lokal verfügbare Zutaten und über mehrere Generationen überlieferte Zubereitungsmethoden setzt. Vegetarismus (85,4 Punkte) und Veganismus (80,2 Punkte) kommen bei der KI ebenfalls gut an und folgen auf den Plätzen sechs und sieben – noch vor der Allesesser-Ernährung, die mit 75,6 Punkten eher im Mittelfeld landet (Platz neun).
Deutlich weniger Zuspruch erhielt die Atkins-Ernährung, die mit nur 59,8 Punkten auf Platz 21 von 25 landete. Noch schlechter schnitten die alkalische Ernährung (54,6 Punkte), der Frutarismus (47,6 Punkte) und die Blutgruppen-Ernährung (46,2 Punkte) ab. Auf dem letzten Platz findet sich die Carnivore Ernährung, bei der fast ausschließlich tierische Produkte konsumiert werden – sie wurde von ChatGPT und Co. im Schnitt mit lediglich 39,4 Punkten bewertet.
Uneinigkeit bei bestimmten Ernährungsformen
Während die mediterrane Ernährungsform nicht nur im Durchschnitt, sondern auch in der Einzelbewertung aller KI-Systeme am besten bewertet wurde, waren sich die Systeme bei andere Ernährungsformen deutlich uneinig. Die glutenfreie Ernährung etwa wurde von ChatGPT und Microsoft Copilot mit 50 Punkten bewertet, während Claude AI und Mistral AI 75 Punkte vergaben. Auch bei der Blutgruppen-Ernährung gingen die Meinungen auseinander: Claude bewertete diese mit 58 Punkten. ChatGPT vergab hingegen nur 35 Punkte. Ähnlich unterschiedlich fielen die Bewertungen für die FODMAP-Ernährung aus. ChatGPT empfahl sie mit 85 Punkten eindeutig, Perplexity AI hingegen vergab nur 66 Punkte.
Auch deshalb warnt Fabian Fallenbüchel, Ernährungsexperte und Gründer von Lebenskraftpurwarnt vor gesundheitlichen Folgen durch die „KI-Beratung“: „Die Schwankungen bei den Bewertungen durch Künstliche Intelligenz sind nicht überraschend. Schließlich gibt es keine Ernährungsform, die sich pauschal für jeden Menschen empfehlen lässt. Die optimale Ernährung ist eine höchst persönliche Angelegenheit, die stark von den individuellen Zielen jedes Menschen abhängt.“
KI-Systeme können sicher eine gute zusätzliche Informationsquelle sein. Allerdings sollten Verbraucher der Künstlichen Intelligenz keinesfalls blind vertrauen. Sonst entscheiden sie sich im Zweifel für eine Ernährungsform, die in Wahrheit gar nicht zu den Bedürfnissen des eigenen Körpers passt und werden durch die KI-Tipps nicht gesünder, sondern im schlimmsten Fall sogar krank.



