Kapitalspritze für Artcline-Sepsisstudie

by | Mar 25, 2024

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Mit insgesamt 4,4 Millionen Euro stellt Artcline zunächst die Finanzierung ihrer klinischen Studie an Patienten mit septischem Schock sicher. 

 

Gleich zwei Kapitalerhöhungen konnte die Artcline GmbH heute bekanntgeben. Zum einen gab es eine Kapitalerhöhung von 0,8 Millionen Euro, an der sich neben den Gründern vor allem auch Family Offices aus Deutschland beteiligten. Zum anderen wurde ein Wandeldarlehen von Investoren in Eigenkapital überführt, was einer zweiten Kapitalerhöhung von 3,6 Millionen Euro entspricht. Die damit insgesamt 4,4 Millionen Euro an zusätzlichen Eigenkapital sollen die Umsetzung der randomisierten, kontrollierten klinischen ReActIF-ICE Studie garantieren. Diese wird aktuell auf den Intensivstationen von zwölf deutschen Krankenhäuser an mehr als 100 Patienten mit septischem Schock durchgeführt. Hauptziel der Studie ist es, neben der Sicherheit auch die Effektivität der von Artcline entwickelten Artice-Therapie aufzuzeigen. Dabei handelt es sich um eine extrakorporale Immunzell-Therapie, die Immunzellen gesunder Blutspender nutzt. Zum Einsatz kommen dabei vor allem “Fresszellen”, sogenannte Granulozyten. Die Immunzellen des Spenders sollen Teilfunktionen des gestörten Patienten-Immunsystems temporär übernehmen und es somit reaktivieren.

Dr. med. Jens Altrichter, Geschäftsführer der Artcline GmbH, unterstreicht die Bedeutung der Investitionen für eine verbesserte Versorgung von Patienten: „Mehr als 150 Menschen sterben pro Tag allein in Deutschland an einer Sepsis trotz modernster Behandlungsmethoden. Entsprechend war das Investoreninteresse groß. Schon in zwei kleineren klinischen Studien hatten wir sehr positive Effekte gesehen. Diese wollen wir in der jetzigen größeren Multi-Center-Studie bestätigen, um unsere Immunzell-Therapie Artice schwer kranken Patienten schnellstmöglich anbieten zu können.“

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