Kabinett beschließt Medizin-Uni in der Lausitz

by | Mar 27, 2024

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Das Kabinett hat zugestimmt, nun muss der Gesetzesentwurf noch durch das brandenburgische Parlament, damit die neue Universitätsmedizin im Land zum 1. Juli gegründet werden kann.

 

Das Brandenburger Kabinett hat gestern die Gründung der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem beschlossen. Nun geht der Gesetzesentwurf für den Aufbau der erste staatlichen Medizinuniversität in Brandenburg ins Parlament. Eine Entscheidung soll Mitte April fallen, Gründungstermin ist der 1. Juli 2024. Für Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke ist die Entscheidung ein zentraler Baustein für die Strukturentwicklung im Land. Eine Region ohne gute medizinische Versorgung habe auch keine gute Entwicklung, sagte er.

Bis dahin wird es allerdings noch etwas dauern. Die ersten Studenten sollen erst zum Wintersemester 2026/2027 starten. Den Forschungsschwerpunkt will man auf die Gesundheitssystemforschung legen und damit Antworten auf die Versorgung der Zukunft und die Weiterentwicklung des Gesundheitssystem finden.

3,7 Milliarden Euro sollen dafür in den nächsten 15 Jahren in die neue Universitätsmedizin investiert werden. 1,9 Milliarden davon sollen vom Bund, 1,8 Milliarden vom Land Brandenburg kommen. Auch ein Neubau steht an. Das Interesse der Akademiker sei bereits groß. Es gebe mehr Interessanten für die rund 80 Professuren als untergebracht werden könnten, heißt es. 200 Studienplätze soll es pro Jahr in der Lausitz geben. Bis 2035 sollen 1.300 Stellen in Forschung und Lehre geschaffen werden. Im Endausbau sollen etwa 1.200 junge Menschen in Cottbus Medizin studieren. Die Brandenburgische Technische Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg wird mit der neuen Einrichtung kooperieren.

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