Insolvenzverfahren für Regiomed-Häuser eröffnet

by | Jan 17, 2024

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Das Amtsgericht Nürnberg hat für die Regionmed-Kliniken ein Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung eröffnet. Der Betrieb in den Kliniken läuft weiter.

Das Amtsgericht Nürnberg hat heute das Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung für die Regiomed-Kliniken eröffnet. Der entsprechende Antrag wurde am 2. Januar gestellt, nachdem eine Übernahme durch die beteiligten Kommunen gescheitert war. Die Kreise Hildburg und Sonneberg sowie der fränkische Kreis Lichtenfels hatten den Plänen zwar zugestimmt, bei der Stadt und dem Kreis Coburg war man jedoch dagegen. Die Sorge: Die Region Coburg würde den größten Teil der Verluste tragen müssen, die sich alleine in 2023 auf rund 20 Millionen Euro belaufen.

Der Betrieb soll während des Verfahrens aufrechterhalten, Gehälter bezahlt und die Patienten auch weiterhin versorgt werden. Man sei ohnehin seit Jahren in der Restrukturierung und plane eine regionale Neuausrichtung, heißt es von Regiomed. Die angespannten Rahmenbedingungen, die derzeit viele Kliniken beklagen, ließe nun aber keine andere Möglichkeit. Die Eigenverwaltung biete die beste Chance, die nötigen Transformationsschritte einzuleiten.

Nur einen Tag vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens wurde zudem für die Regiomed Service GmbH ein Insolvenzantrag gestellt – ebenfalls in Eigenverantwortung. Das sei der engen Verflechtung zwischen den Kliniken und der Service GmbH geschuldet, die die Verpflegung in den Häusern sowie deren Reinigung übernimmt. Auch hier würde der Betrieb jedoch unverändert weiterlaufen.

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