Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE ist einer der zehn bundesweiten Gewinner des Hochschulwettbewerbs Medizin der Zukunft. Das Projekt: Patientenzwillinge öffentlich zugänglich machen.
„Mein Zwilling, meine Regeln – ein Daten-Café zur Zukunft der Gesundheitsdaten“ – mit dieser Projektidee konnte sich Jean Stadlbauer, Data Scientist am Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE, als einer von zehn Gewinnern des Hochschulwettbewerbs im Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft unter 220 Einreichungen durchsetzen.
Das von Stadlbauer mobile Daten-Café soll vor allem den Dialog über digitale Patientenzwillinge im öffentlichen Raum fördern. Konkret können Bürgerinnen und Bürger in Kaiserslautern und Karlsruhe ihren persönlichen Digitalen Zwilling gestalten sowie festlegen, welche Gesundheitsdaten erfasst werden dürfen, welche Informationen privat bleiben und wer auf die Daten zugreifen darf.
„Digitale Patientenzwillinge gelten als Schlüsseltechnologie der Medizin der Zukunft. Gleichzeitig stellen sie grundlegende Fragen nach Datenschutz, Selbstbestimmung und Verantwortung“, sagt Projektleiter Jean Stadlbauer am Fraunhofer IESE. „Mit unserem Daten-Café wollen wir diese Fragen nicht nur erklären, sondern gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern anhand konkreter Szenarien Chancen und Risiken datenbasierter Medizin diskutieren. Ihre Perspektiven sind entscheidend, wenn wir digitale Gesundheitslösungen verantwortungsvoll gestalten möchten.“
Zentrale Plattform im Wissenschaftsjahr
Der Hochschulwettbewerb ist ein zentrales Format im Wissenschaftsjahr und wird jährlich von Wissenschaft im Dialog (WiD) in Kooperation mit dem Bundesverband Hochschulkommunikation, der Hochschulrektorenkonferenz, der Jungen Akademie und in diesem Jahr auch der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte ausgerufen. Gefördert wird er vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt.
Die ausgezeichneten Teams kommen aus ganz Deutschland und setzen auf unterschiedliche Kommunikationsformate. Die prämierten Teams erhalten jeweils 10.000 Euro, um ihre Projekte bis Ende 2026 umzusetzen.



