Hochschulbau-Offensive Bayern: Auch Universitätsklinika profitieren

von | Juni 24, 2026

Ministerpräsident Markus Söder und Wissenschaftsminister Markus Blume verkünden die Details der Hochschulbau-Offenive. Quelle: Joerg Koch/ Bayerische Staatskanzlei

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In Bayern will man das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität für eine Hochschulbau-Offensive nutzen, von der auch Universitätsklinika profitieren sollen.

 

Von einer zielgerichteten und zukunftsweisenden Nutzung des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität spricht die bayrische Staatsregierung nach der gestrigen Kabinettssitzung. Gemeint ist die Hochschulbau-Offensive, mit der der Freistaat viele Milliarden Euro auch in den weiteren Ausbau von Universitätskliniken  investieren will. Das Ziel: Spitzenmedizin und Spitzentechnologie im Land stärken. Aktuell ist vorgesehen, dass durch das Aktionsprogramm über 120 Maßnahmen in einem Zeitraum von circa vier Jahren realisiert werden.

Alleine neun Milliarden Euro will der Freistaat für neue und moderne Universitätskliniken in München, Augsburg und Würzburg ausgeben. Laut Ministerpräsident Markus Söder sollen 2,2 Milliarden für den Ausbau des Herz-Lungen-Gefäßzentrums sowie der Onkologie an die Uniklinik München-Großhadern gehen. Die Uniklinik Würzburg bekommt ebenfalls rund zwei Milliarden für den Neubau der „Kopfklinik“, wie Söder sagt, sowie des Frauen-Mutter-Zentrums. Fünf Milliarden Euro will der Freistaat für die Uniklinik in Augsburg ausgeben, damit auch Augsburg eine Spitzenuniversitätsklinik bekomme. Den Fokus auf Universitätsklinika begründete Söder mit der Ausbildung von Mediziner sowie der dortigen Forschung. Söder rechnet mit damit, dass die größten technologischen Sprüngen in den nächsten zehn bis 15 Jahren in der Medizin sein werden und mit dem nun auf den Weg gebrachten Investitionen sei Bayern das „mit Abstand bestgerüstete Bundesland, aber vielleicht auch in ganz Europa”.

In der Pressekonferenz nannte Söder die Sitzung „High-Tech-Kabinett“ und erklärte, Bayern verfolge das klare Ziel, mindestens zum Life-Science-Standort Nummer eins in Deutschland und vielleicht auch in Europa aufsteigen zu wollen. Dass man hier bereits auf einem guten Weg sei, unterstreicht der Ministerpräsident mit einem neuen, hochmodernen MRT für die Uniklinik Erlangen. Konkret sagte Söder: „Das neueste und stärkste MRT der Welt kommt zu uns nach Bayern.“ Das sei ein Riesensprung und absolute Weltspitze. Dafür trägt der Freistaat sogar die Hälfte der absehbaren Gesamtkosten in Höhe von 46 Millionen Euro für Gerät und Gebäude. Die andere Hälfte wird über die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert und auch das sei laut Söder eine sehr gute Idee gewesen, dass man sich dort bewerben und durchsetzen konnte.

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